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„Genial“: Stuttgart bekommt besondere Ampel mit schwäbischen Kultfiguren

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Von: Nadja Pohr

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Das Modell einer Verkehrsampel mit den schwäbischen Kultfiguren „Äffle und Pferdle“
Grünes Licht für die Ampel mit Pferdle und Äffle: Am 23. Juli 2022 wird die Lichtanlage am Hauptbahnhof Stuttgart eingeweiht. © Bernd Weissbrod/dpa

Nun ist es amtlich: In Stuttgart wird am 23. Juli 2022 eine besondere Ampel eingeweiht, auf der die schwäbischen Kultfiguren Pferdle und Äffle zu sehen sind.

Stuttgart - Das berühmte Duo Pferdle und Äffle prägte viele Generationen und verzückte mit den kultigen Sequenzen zwischen den Programmen des damaligen Süddeutschen Rundfunks. In Baden-Württemberg sind Pferdle und Äffle zu einem wahren Kult geworden und werden bald wieder ganz besonders in Szene gesetzt.

Der Fanclub der beiden Fernsehfiguren hat es sich schon seit Jahren gewünscht: Eine Ampel, auf dem die kultigen Tiere abgebildet werden. Der Wunsch blieb ihnen bis 2019 verwehrt. Erst dann wurde das Vorhaben dank eines Kompromissvorschlags freigegeben. Pferdle und Äffle erscheinen bald auf einer Zusatzampel am Hauptbahnhof Stuttgart. Die Menschen in der Region sind begeistert.

„Super Idee“: Stuttgarter feiern Ampel mit den Kultfiguren Pferdle und Äffle

Am Samstag, dem 23. Juli 2022, soll die Ampel im Rahmen des Aktionstags „City Street Art“ der City Initiative Stuttgart in Betrieb genommen werden. Künftig wird dann bei Rot ein stehendes Äffle und bei Grün ein gehendes Pferdle zu sehen sein. Die Stuttgarter freuen sich bereits auf die besondere Ampel mit den Kultfiguren, wie die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen. „Super Idee“, „Genial“ oder „Ist ja süß“, schreiben die Nutzer auf Facebook. „Die gehören einfach zu Stuttgart.“

Die Verkündung des „Pferdle und Äffle-Club“, dass die Ampel nun kommt, löst jedoch nicht bei allen Bürgern Begeisterung aus. „So ein Müll“, ärgert sich ein User und kritisiert, dass die Ampel dadurch von weitem kaputt aussehen würde. Eine andere Nutzerin merkt an, es gäbe wichtigere Dinge in Stuttgart. Dennoch überwiegt die Freude über das neue Lichtsignal, das von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) eingeweiht wird, deutlich.

Durchsetzung der Pferdle-und-Äffle-Ampel nicht einfach

Dass die Pferdle-und-Äffle-Ampel in die Landeshauptstadt kommt, war ein langer Kampf und die Durchsetzung gestaltete sich schwieriger als gedacht. Denn: Gegen die Ampel hatten lange Zeit Sicherheitsbedenken bestanden, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Bundesweit gelte nämlich eine Richtlinie für Lichtsignalanlagen (Rilsa), die als Grundlage dient. Deshalb wird es in Stuttgart lediglich eine Zusatzampel mit den Figuren ermöglicht.

Anders ist das beispielsweise in Mainz oder Augsburg. Auch hier erscheinen statt den klassischen Lichtsignalen kleine Figuren in den Ampeln. In Mainz sind es die Mainzelmännchen, in Augsburg ein Kasperle. Der Unterschied ist jedoch, dass die jeweiligen Städte die Haftung bei Unfällen übernehmen.

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