„Alte Hupe“ macht dicht

Stammgäste entsetzt: Stuttgarter Kult-Lokal schließt nach mehr als 20 Jahren

Das Schild „Closed“ hängt an der Tür eines geschlossenen Geschäftes.
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Das schwäbische Lokal „Alte Hupe“ in Stuttgart schließt seine Türen (Symbolbild).
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Das beliebte schwäbische Restaurant „Alte Hupe“ im Stuttgarter Süden schließt seine Pforten. Ehemalige Stammgäste reagieren erschüttert.

Stuttgart - Mehr als 20 Jahre lang hat Wirt Jost Schwab das Restaurant „Alte Hupe“ im Süden der Landeshauptstadt Stuttgart geführt. Wie viele andere Gastronomen hat auch er die Folgen des Coronavirus in Baden-Württemberg gespürt. Wegen des Lockdowns blieben die Kunden dem beliebten Traditionslokal in Heslach fern. Erst kürzlich drohte Winfried Kretschmann der Gastronomie mit einer Verlängerung des Lockdowns im Januar. Die Befürchtung des Ministerpräsidenten hat sich bestätigt: Auch im Januar wird es keine Öffnungen für die von der Krise gebeutelten Gastronomen geben.

In einem Aushang teilten Jost Schwab und seine Partnerin nun mit, dass sie die „Alte Hupe“ in der Adlerstraße in Stuttgart ab sofort nicht weiter betreiben werden. „Nach sehr vielen schönen, erfolgreichen sowie erlebnisreichen Jahren verabschieden wir uns für immer von der Alten Hupe“, heißt es in dem Schreiben an der Tür des Lokals in Stuttgart. Den Gästen spreche man ein „herzliches Dankeschön“ aus. Man habe in dieser beruflichen Laufbahn viel erleben und erreichen dürfen. „Doch das wertvollste waren immer unsere Gäste.“

„Alte Hupe“ macht die Schotten dicht: „Das tut mir in der Seele weh“

Die Betreiber bedauern zutiefst, sich aufgrund der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus nicht persönlich von den Gästen verabschieden zu können. „Das tut mir in der Seele weh“, schreibt ein Fan des schwäbischen Kult-Lokals auf Facebook unter einem Post der Stuttgarter Zeitung.

Das Lokal war in Stuttgart vor allem für seine gutbürgerliche Kost bekannt und beliebt. Auf der Speisekarte standen schwäbische Schmankerl wie Schnitzel, Rostbraten und Kartoffelsalat.

Die „Alte Hupe“, die auf den ersten Blick recht unscheinbar wirkt, hatte in Stuttgart zahlreiche Stammgäste. In der Mittagspause kamen die Schüler für einen Pausen-Snack vorbei, am Abend trafen sich dort Kollegen und Freunde auf ein Feierabendbier. Schon längst war die schwäbische Kneipe kein Geheimtipp mehr. „Für die Rentner wird eine Welt zusammenbrechen“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. „Sie hatten dort ihren günstigen Mittagstisch und zwischenmenschliche, nette Gespräche.“

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