„Augmented Reality“

Apple in Stuttgart und Region: US-Konzern filmt Straßen und Plätze für seinen Kartendienst

Kamera-Auto von Apple Maps auf einer Straße.
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Konkurrenz für Google Maps: Apple scannt derzeit auch in Stuttgart Straßen, um seinen Kartendienst um eine Augmented-Reality-Funktion zu erweitern (Symbolbild).
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Wer sich in der Welt zurechtfinden will, kommt an „Google Maps“ kaum vorbei - auch nicht in Stuttgart und Baden-Württemberg. Apple erhöht jetzt mit einer Neuerung für den eigenen Kartendienst den Druck.

Stuttgart - Die Verkehrsführung in Stuttgart kann für Außenstehende verwirrend sein. Die vielen Baustellen in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg machen die Orientierung für Autofahrer und Fußgänger nicht gerade leichter. Während früher noch ein Stadtplan oder gar ein dicker Straßenatlas herhalten musste, um sich nicht völlig zu verwirren, passen diese Informationen heute in ein Smartphone.

Ohne „Google Maps“ traut sich wohl inzwischen kaum noch jemand aus dem Haus. Das kalifornische Unternehmen startete als Suchmaschine und hat seine Finger inzwischen in zahlreichen Bereichen im Spiel. Selbst die Daimler AG schloss einen Mega-Deal mit Google ab. Der Aufwand für die Beschaffung der Daten für“ Google Maps“ ist immens. Seit dem Angebot „Google Street View“ können Nutzer sich sogar Gebäude und Landschaften live anschauen.

Dabei gerät schnell in den Hintergrund, dass Google trotz größter Beliebtheit weder bei Suchmaschinen, noch bei Kartendiensten die Alleinherrschaft gehört. „Google Maps“ hat schon seit längerer Zeit durch Apple Konkurrenz. Jetzt startet der Musikanbieter einen ähnlichen Dienst wie „Street View“ - und vermisst dafür derzeit auch die Landeshauptstadt Stuttgart.

Konkurrenz für Google Street View: Apple scannt Stuttgart für hauseigenen Kartendienst

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, sind deshalb aktuell Mitarbeiter von Apple unterwegs, um die Infrastruktur in Stuttgart näher unter die Lupe zu nehmen. Überall wo Fußgänger verkehren, haben die Apple-Mitarbeiter einen Rucksack dabei, der mit sogenannten LIDAR-Lichtsensoren ausgestattet ist und damit die Umgebung wirklichkeitsgetreu erfasst.

Auch in anderen deutschen Städten und Landkreisen ist Apple tätig, beispielsweise in Berlin, Hamburg und Potsdam. Aber auch im Landkreis Ludwigsburg, Böblingen Esslingen und dem Rems-Murr-Kreis wird die Umgebung vermessen - sowohl zu Fuß, als auch mit dem Auto. Ziel von Apple ist es mit der Sammlung von Daten die hauseigene App „Look Around“ zu perfektionieren und mit „Augmented Reality“-Funktionen auszustatten. Das Angebot von Apple soll „Google Street View“ damit direkt Konkurrenz machen.

Kartendienst von Apple: Navigation in Stuttgart künftig mit Handykamera?

Unter „Augmented Reality“ wird die Erweiterung der Realität durch computergestützte Daten verstanden - also beispielsweise die Einblendung von Informationen in ein Live-Video. Darauf zielt Apple auch mit der App „Look Around“ ab, für die Mitarbeiter aktuell auch in Stuttgart Daten sammeln. Die App soll besonders für Fußgänger interessant sein, denn sie sollen damit künftig die Smartphone-Kamera zur Navigation nutzen. Innerhalb des Kamerabildes würden beispielsweise Richtungspfeile den kürzesten Weg zum gewünschten Ziel anzeigen, so die Stuttgarter Zeitung.

Damit wäre „Look Around“ von Apple also sogar noch mehr als das klassische „Street View“ von Google. Wer übrigens den Apple-Mitarbeitern und ihren Rucksäcken in Stuttgart begegnet, braucht sich laut Unternehmen keine Sorge um den Datenschutz zu machen. Menschliche Gesichter würden bei dem Scan durch die Lichtsensoren automatisch verpixelt, selbst wenn man im Auto sitzt.

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