160.000 Euro Sachschaden

Feinstaub-Säule über die Straße geschleudert: Ferrari-Fahrer hinterlässt in Stuttgart Verwüstung

Ein defekter Ferrari steht nach einem Unfall in der Cannstatter Straße auf der Fahrbahn. Die Polizei sichert den Unfallort ab.
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Betrunkener baut Unfall in Stuttgart: Der 28-Jährige geriet mit seinem Ferrari ins Schleudern, rammte zwei Autos und einen Feinstaub-Filtersäule.
  • Valentin Betz
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Ein betrunkener 28-Jähriger hat am Sonntag in Stuttgart einen Unfall mit sechs Leichtverletzten verursacht. An einer Ampel verlor er die Kontrolle über seinen Ferrari und stieß mit zwei Autos und einer Feinstaub-Säule zusammen.

  • Ein betrunkener Ferrari-Fahrer hat am Sonntag in Stuttgart zwei Autos und eine Feinstaub-Filtersäule gerammt.
  • Der 28-Jährige und fünf weitere Verkehrsteilnehmer wurden bei dem Unfall in Stuttgart leicht verletzt.
  • Insgesamt entstand ein Sachschaden von geschätzt 160.000 Euro.

Stuttgart - In der Region Stuttgart kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr und zu Unfällen. In vielen Fällen kann dabei zum Glück schlimmeres verhindert werden, so zum Beispiel Mitte Juli. In Sindelfingen bei Stuttgart ließ ein 17-jähriger ohne Führerschein den Motor neben einem Streifenwagen aufheulen. Die Polizei kontrollierte ihn, jetzt muss der Jugendliche mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Eine Verfolgungsjagd nahe Stuttgart Anfang Juli ging hingegen weniger glimpflich aus. Ein Mann hatte versucht, einer Polizeikontrolle zu entgehen. Mit 200 Kilometern pro Stunde bretterte er über die Autobahn bei Böblingen davon, bis nach Bayern. Bei Rosenheim konnte er schließlich gestoppt werden, der 35-Jährige hatte wohl Kokain genommen.

Auch der Unfall eines Ferrari-Fahrers am Sonntag in Stuttgart geschah wohl nicht im nüchternen Zustand: Ein 28-Jähriger hat seinen Ferrari zu Schrott gefahren und dabei sich und fünf weitere Verkehrsteilnehmer leicht verletzt - er war offenbar betrunken. Der Mann war auf der Straße Am Neckartor in Richtung Bad Cannstatt unterwegs - eine viel befahrene Route im Verkehr in Stuttgart. An einer Ampel verlor er plötzlich die Kontrolle über seinen Ferrari.

28-Jähriger fährt in Stuttgart Ferrari zu Schrott - und verletzt sich und fünf andere Menschen

Der 28-Jährige stieß mit seinem Ferrari bei dem Unfall in Stuttgart auf ein vor ihm fahrendes Auto eines 25-Jährigen, das daraufhin ins Schleudern geriet und auf einer Verkehrsinsel liegen blieb. Der Ferrari prallte wiederum links auf einen Filter-Cube, der sogar auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurde. Die Filter-Cubes sind Stationen, die den Feinstaub in Stuttgart aus der Luft filtern und die Schadstoffbelastung zu verringern. Sie wurden dort gemeinsam vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Ludwigsburger Filterspezialisten Mann und Hummel aufgestellt.

Der Unfall in Stuttgart nahm seinen Lauf: Nachdem der 28-Jährige den Feinstaub-Filter umgefahren hatte, kam der Ferrari immer noch nicht zum Stehen. Stattdessen geriet der Sportwagen wieder auf die Straße und rammte das Auto eines 52-Jährigen, der ebenfalls in Richtung Bad Cannstatt fuhr.

Obwohl der Ferrari-Fahrer ein solches Chaos anrichtete, ging der Unfall in Stuttgart für alle Beteiligten glimpflich aus. Der 28-Jährige wurde nur leicht verletzt, ebenso wie die fünf Insassen der anderen beiden Autos. Unter den Leichtverletzten war auch ein einjähriger Junge - alle wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Unfall in Stuttgart: Betrunkener Ferrari-Fahrer verursacht 160.000 Euro Sachschaden

Bei der Aufnahme des Unfalls in Stuttgart stellte die Polizei allerdings fest, dass der 28-jährige Ferrari-Fahrer offenbar betrunken war. Der Mann musste nicht nur eine Blutprobe, sondern auch seinen Führerschein abgeben. Während der Unfall für alle Beteiligten glimpflich ausging und sie vermutlich mit einem Schock davonkommen, fiel der Sachschaden nach ersten Schätzungen beträchtlich aus. Die Polizei rechnet nach dem Unfall in Stuttgart mit einem Sachschaden von ungefähr 160.000 Euro. Neben der Feinstaub-Filtersäule ist auch der Ferrari des 28-Jährigen nur noch ein Fall für den Schrottplatz.

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