Mobilnetz betroffen

Massive Telekom-Störung: Im Netz verbreitet sich eine Theorie über einen Zusammenhang mit der Corona-App

Die Corona-Warn-App ist auf eine Smartphone zu sehen, daneben das Logo der Telekom
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Telekom-Störung in Stuttgart und dem Start der Corona-Warn-App?
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Telekom-Kunden haben seit Dienstagnacht mit einer Störung in Stuttgart zu kämpfen. Die Störung betrifft vor allem das Telefonieren mit dem Mobiltelefon und die Internetnutzung. Der ganze Großraum Stuttgart und ganz Deutschland sind betroffen.

  • Seit Dienstagnacht melden immer mehr Nutzer eine Telekom-Störung in Stuttgart und ganz Deutschland.
  • Betroffen sind vor allem das Mobilfunknetz und das mobile Internet.
  • Die Störung betrifft auch den Großraum Stuttgart. Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ist einer der am häufigsten gemeldeten Standorte mit Störungen.

Stuttgart - Aktuell gibt es eine Telekom-Störung in Stuttgart. Betroffen sind vor allem das Mobilfunknetz und das mobile Internet. Die Telekom-Störung tritt in ganz Deutschland auf, besonders im Großraum Stuttgart kommt es zu Einschränkungen. Dass sich die Störung ausgerechnet an dem Tag bemerkbar macht, an dem die Corona-Warn-App zum Download bereitsteht, veranlasst einige Internetnutzer zu Spekulationen. Die Telekom war an der Entwicklung der App beteiligt.

Den Kunden bereite bei der Störung vor allem der Aufbau von Daten- und Sprachverbindungen Probleme, das Festnetz sei nicht betroffen, schreibt das Telekom-Service Team auf Twitter. Am Dienstagmorgen meldete die Telekom eine Verbesserung der Situation, die Störung besteht jedoch noch immer.

Störung in Stuttgart: Probleme mit dem Mobilfunkempfang

Laut der Stuttgarter Zeitung gab es bereits im Vorfeld Telekom-Störungen in Stuttgart. Über das Internetportal allestoerungen.de beschwerten sich viele Kunden über den Ausfall des mobilen Internets. Neben dem Großraum Stuttgart waren vor allem die Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und Köln betroffen.

„Wir haben im Kreis Bietigheim-Bissingen seit Mittwoch Abend kein DSL und somit kein Telefon mehr. Internet geht noch, da wir einen Hybrid-Tarif haben. Heute früh war nun auch LTE ausgefallen. Information laut Telekom Behebung frühestens 16.06.2020 - Ich bin begeistert“, schrieb ein Telekom-Kunde aus dem Landkreis Ludwigsburg auf allestoerungen.de. Das Telekom-Service Team veröffentlichte am Dienstagmorgen über Twitter ein Update zur Störung. „Die Stabilisierungsmaßnahmen greifen. Die Situation verbessert sich deutlich und kontinuierlich“, hieß es in dem Tweet.

Telekom-Störung in Stuttgart: Gibt es eine Verbindung mit der Corona-App?

Im Zuge der Telekom-Störung in Stuttgart und ganz Deutschland brachten einige Kunden die Beeinträchtigung mit der Corona-App in Verbindung. Die Telekom und der Software Entwickler SAP waren an der Entwicklung der App beteiligt. Das Robert-Koch Institut stellte die Warn-App heute offiziell vor, sie steht zum Download bereit. Auf Twitter spekulieren Nutzer über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Start der Corona-App und der Telekom-Störung in Stuttgart.

„Hoffentlich hat das nichts mit der Veröffentlichung der Corona-Warn-App zu tun“, schrieb ein Kunde über Twitter. Ein weiterer Nutzer kommentierte: „Die Telekom Techniker mussten erst die Probleme mit der APP lösen!“. Auf Anfrage von BW24 sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom, dass eine Verbindung zwischen der Corona-Warn-App und der Störung „definitiv nicht“ bestehe.

Den wahren Grund für die Telekom-Störung in Stuttgart und ganz Deutschland erklärte der Konzern bislang nicht. In den USA gab es ebenfalls Probleme mit dem Mobilfunknetz und dem Internet. Mit den Störungen in den USA und den Problemen in Deutschland bestehe aber ebenfalls kein Zusammenhang, wie ein Telekom-Sprecher gegenüber t-online.de sagt.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist seit dem 16. Juni verfügbar. Viele Deutsche unterliegen einem fatalen Trugschluss. Sie fürchten um die Angabe ihrer persönlichen Daten und des Standorts. Die Tracing-App erfasst jedoch nur relevante Kontakte und nicht den Standort der Begegnung.

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