Alle zehn Jahre

Städtetag wirbt um Mitwirkung bei Volkszählung

Zensus
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Der Zensus 2022 ist eine für Mai in Deutschland geplante Volkszählung, mit der Bevölkerungs- sowie Wohnungsdaten gewonnen werden.

Nach mehr als zehn Jahren macht Deutschland wieder Inventur. Im vergangenen Jahr war die Volkszählung wegen Corona nicht möglich. In diesem Jahr soll sie kommen - doch die Pandemie erschwert immer noch die Umsetzung.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die verschobene Volkszählung steht auch in diesem Jahr immer noch im Zeichen der Corona-Pandemie. «Die Gewinnung von Personal, das die Daten erhebt, ist auch aufgrund der aktuellen Corona-Situation weiterhin schwierig», sagte Städtetagsdezernent Norbert Brugger der Deutschen Presse-Agentur.

Einerseits gebe es immer noch die Angst, dass es bei den Terminen der sogenannten Erhebungsbeauftragten mit Bürgern zu Ansteckungen mit dem Coronavirus kommen könne. «Aber auch manch einer der gesetzlich zur Kooperation verpflichteten Bürger mag in der momentanen gesellschaftlichen Stimmung eine behördliche Befragung ablehnen.» Darüber hinaus würden im Südwesten mit 1,7 Millionen Haushalten deutlich mehr befragt als 2011. Damals waren es 1,2 Millionen.

Bei den Landkreisen bemühe man sich aktuell sehr, Personal anzuwerben. «Denn auch wenn vieles im Zusammenhang mit dem Zensus online beantwortet werden kann, kommt der persönlichen Abfrage vor Ort ein hoher Stellenwert zu.»

Die Bundesregierung hatte die für 2021 geplante Erhebung wegen der Pandemie in das Jahr 2022 verlegt. Neuer Stichtag für den Beginn ist der 15. Mai 2022. Die Volkszählung sei wichtig, betonte Brugger. «Zahlreiche Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen.»

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