Speiseöl-Drama der anderen Art

Foto auf Twitter sorgt für Furore - „In Stuttgart nimmt die Öl-Knappheit groteske Züge an“

Bushaltestelle in der Hölderlinstraße in Stuttgart
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In immer mehr Supermärkten findet man leere Regale, wo sonst Speiseöl steht. Ein Stuttgarter Twitter-Nutzer machte sich nun mit einem Foto darüber lustig.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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In ganz Deutschland nimmt das Hamstern von Speiseöl enorme Ausmaße an. Ein Twitter-Nutzer aus Stuttgart machte sich darüber lustig.

Stuttgart - Steigende Energiepreise, Preisexplosionen bei den Lebensmitteln und dann auch noch Knappheit bei Speiseöl, Hefe und Mehl. Wer derzeit einkaufen geht, braucht starke Nerven. Nicht nur der Ukraine-Krieg, auch das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie die Inflation drücken die Preise für viele Produkte deutlich nach oben. Dass viele Menschen die sowieso schon knappen Produkte auch noch hamstern, spitzt die Situation nur noch unnötig zu.

Vor allem auf Speiseöl haben es viele Verbraucher derzeit abgesehen. Wer Sonnenblumen- oder Rapsöl sucht, schaut derzeit in die Röhre - oder besser gesagt in leere Regale. Einige Discounter und Supermärkte geben Artikel nur noch in Rationen aus, da der Ansturm zu groß war. Auf Ebay werden die Öle unterdessen für über 100 Euro angeboten.

Stuttgarter macht sich auf Twitter über Speiseöl-Knappheit lustig

Bei solchen Zuständen kann man nur noch den Kopf schütteln oder es mit Humor nehmen. Ein Twitter-User aus Stuttgart erlaubte sich aufgrund der „Ölkrise“ einen Spaß. Sein Tweet sorgte mit einem Foto im Netz für Furore.

Auf dem Foto zu sehen: die Überdachung einer Bushaltestelle in der Stuttgarter Hölderlinstraße. Die Buchstaben „ö“ und „l“, also das Wort „Öl“, fehlen jedoch. „In Stuttgart nimmt die vermeintliche Öl-Knappheit groteske Züge an“, schreibt Twitter-Nutzer „Clerk Kant Astrophe“ scherzhaft dazu.

Unter dem Tweet tun Hunderte User ihre Meinung kund. Zum Teil kommentieren sie mit ebenso sarkastischen Beiträgen. „Hoffentlich wird die Lage in Köln nicht so schlimm, dass sie als Autokennzeichen eines Kaffs am Bodensee enden“, schreibt ein Nutzer. „Wah, wenige hundert Meter von dieser Ressourcen-Knappheit habe ich mal gewohnt“, meint ein anderer scherzhaft.„Anwohner der Gasteiner Straße in Cannstatt klappern schon mit den Zähnen“, witzelt ein weiterer und spielt dabei auf die steigenden Gaspreise an.

Wenig später löst „Clerk Kant Astrophe“ in seinem Tweet jedoch auf, dass es sich bei dem vermeintlich fehlendem „Öl“ in „Hölderlinstraße“ um einen Scherz handelte. Die Buchstaben des Schriftzugs sind noch da, er hatte sie lediglich per Bildbearbeitung aus dem Foto entfernt.

Experte warnt: Preisexplosionen gehen in nächste Welle

Während im Netz die Knappheit vieler Produkte und Hamsterkäufe auf den Arm genommen werden, warnt ein Experte nun vor weiteren Preisexplosionen. Ein Ende der steigenden Lebensmittelpreise sei nicht in Sicht, sie könnten sogar noch weiter hochgehen. Allein bei Speiseöl gab es im Vergleich zu 2021 bisher eine Preissteigerung von satten 29,7 Prozent.

Den Twitter-Nutzern wird somit der Stoff zum Thema Hamstern oder Preisexplosionen für künftige humorvolle Tweets erst einmal nicht ausgehen.

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