Schwäbisch-Lexikon

25 schwäbische Wörter, die viel zu schön zum Aussterben sind

Ein unscharfes Lexikon. Darüber steht in großen Lettern „Schwäbisch-Lexikon“
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Sogar über Schwaben hinaus kennt man Begriffe in Schwäbisch wie „Dubberle“, „Fisimatente“ und „Gsälz“. In unserem Lexikon zeigen wir, welches Vokabular von dem Dialekt „Neigschmeggde“ nicht mehr verstehen.
Eine dampfende Tasse Kaffee, darunter Kaffeebohnen. Davor ein schwäbischer Schriftzug
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Ein Schwabe kann sehr ungehalten reagieren, wenn er keinen guten oder echten Kaffee kriegt. Als „Schnitzbria“ oder „Muggefugg“ wird dieser dann verurteilt.
Mann mit Glatze zieht Grimasse, davor ein schwäbischer Schriftzug.
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Auf Schwäbisch wird das Wort „Mugga“ häufig verwendet, um etwas Bestimmtes zu beschreiben - eine Glatze wird im Dialekt zum Beispiel als „Muggaflugplatz“ bezeichnet.
Eine ausgestreckte Hand hält einen Zettel in der Hand, auf dem „You are lying“ steht, davor ein schwäbischer Schriftzug
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Wenn ein Schwabe glaubt, dass er veralbert oder angelogen wird, dann ruft er auf Schwäbisch laut „Ja Pfeidadeggl“. Es bedeutet im Dialekt so viel wie „Als ob...“ oder „Von wegen!“.
Unterleib eines Mannes, der ein Buch liest, davor ein schwäbischer Schriftzug
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Die Redewendung ist eine schwäbische Zeitangabe. Sie beschreibt den Zeitpunkt eines Ereignisses, das vor der Geburt des Angesprochenen geschehen ist - als er also noch im (Hosen-)Laden des „Seggels“ war.
Zwei Vögel kämpfen über den Wellen des Meeres, davor ein schwäbischer Schriftzug.
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Mit „rombuâbâlâ“ macht man auf Schwäbisch aus dem Wort „Bub“ ein Verb. Inspiration sind wohl kleine Jungen, die sich zanken und raufen. Es wird im Dialekt jedoch oft auch als Synonym für „necken“ verwendet.
Ein Bräutigam steh vor seiner BRaut und hält zwei Sektgläser in der Hand, davor ein schwäbischer Schriftzug.
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Richtig zur Geltung kommen diese Bezeichnungen, wenn der Schwabe sie richtig kehlig ausspricht. Übersetzt bedeutet es etwa so viel wie „Der Deine“, „Der Meine“, „Die Deine“ und „Die Meine“ - gemeint ist beispielsweise der/die (Ehe-)Partner/in.
Nahaufnahme von einem Kind, das aus dem Fenster schaut und dabei einen Apfel isst. Davor ein schwäbischer Schriftzug
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Wenn man einen Apfel isst, bleibt am Ende das Kerngehäuse übrig - auf Schwäbisch nennt dies im Dialekt: „Epflbutzâ“.
  • Valentin Betz
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  • Anna-Lena Schüchtle
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Stirbt Schwäbisch aus? Selbst eingefleischte Schwaben haben bei manchen Wörtern Schwierigkeiten, sie zu verstehen. BW24 hat 25 solcher Wörter aus unserem Dialekt zusammengetragen.

  • Schwäbisch hört man in Stuttgart nicht mehr so oft wie früher. Es scheint, als würde der Dialekt aussterben.
  • Manche Wörter verstehen selbst eingefleischte Schwaben nicht.
  • BW24 hat in einem Lexikon die schönsten Wörter des schwäbischen Dialekts zusammengetragen.

Stuttgart - In der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg bekommt man tiefstes Schwäbisch mittlerweile immer seltener zu hören. Zu viele Neigschmeggde bringen zu viele andere Dialekte mit ins schöne Schdurgert, wie die Kesselstadt im Schwäbischen genannt wird. Zwar hört man ab und an mal „isch“ anstatt „ist“ oder „schwätza“ anstelle von „sprechen“. Mancherorts vernimmt man aber nur noch Gespräche auf Hochdeutsch.

Doch es gibt sie noch - die alten schwäbischen Weisheiten und Sprichworte, die kehlig-klangvollen Metaphern für ganz Banales, die etwas derben, aber dennoch charmanten Beleidigungsfloskeln. BW24 hat sich abseits bekannter Begriffe wie Dubberle, Gsälz oder Fisimatente umgeschaut und die 25 schönsten (Sprich-)Wörter zusammengetragen. Wichtig vorab für nicht eingefleischte Schwaben: Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen „o“ und „â“. Letzteres wird wie das Französische „en“ ausgesprochen. Erst dann entfaltet der schwäbische Dialekt seine volle Schönheit.

Die schönsten schwäbischen Wörter findet ihr oben in der Bildergalerie.

Rubriklistenbild: © Foto: Andre Guerra/Unsplash

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