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Schütteltod von Fünfjährigem: Urteil am Landgericht erwartet

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Landgericht Stuttgart
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal in Stuttgart. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Ein Mann soll das fünfjährige Kind seiner Ex-Freundin zu Tode geschüttelt haben, nachdem es sich zuvor übergeben haben soll. Er weist den Vorwurf aber zurück. Nun muss das Landgericht entscheiden, welcher Version es Glauben schenkt.

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach dem gewaltsamen Tod eines Fünfjährigen muss das Landgericht in Stuttgart entscheiden, ob der Ex-Freund der Mutter dafür verantwortlich ist. Der wegen Totschlags angeklagte Mann soll den Jungen laut Staatsanwaltschaft im Sommer 2020 in Sindelfingen durch heftiges Schütteln umgebracht haben, während er eigentlich auf ihn und den kleinen Bruder aufpassen sollte. Vier Tage nach jenem Nachmittag im Juli 2020 war der Fünfjährige an den Folgen eines Hirnschadens gestorben. Mit einem Urteil wird am Montagvormittag (11.00) gerechnet.

«Das Kind konnte kaum sehen, nicht sprechen und sich nur stark eingeschränkt auf dem Rücken robbend fortbewegen», hatte der Staatsanwalt in der Verhandlung gesagt und über den Angeklagten angefügt: «Bedenken oder Mitleid mit dem Kind hatte er nicht.». Der Angeklagte hat die Vorwürfe bestritten. Der Junge sei ihm sehr ans Herz gewachsen und wie ein eigener Sohn für ihn gewesen, hatte er im Prozess ausgesagt.

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