Todesfalle Auto

Unbekannte schließen in Stuttgart Heckklappe eines fremden Autos: Wehrloser Hund stirbt an Hitzschlag

Ein Hund sitzt bei leicht heruntergelassener Scheibe allein im Auto.
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Hunde sollten bei großer Hitze nie alleine im Auto eingesperrt werden - auch nicht bei heruntergelassenen Scheiben. (Symbolbild)
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Polizei Stuttgart sucht aktuell Zeugen eines tragischen Vorfalls. Unbekannte schlossen am Sonntag die Heckklappe eines parkenden Autos. Ein Hund, der zu dem Zeitpunkt im Auto saß, starb wenig später - vermutlich aufgrund eines Hitzschlags.

  • Aktuell herrschen in Baden-Württemberg warme Temperaturen. Die Hitze kann zur Gefahr werden - durch Dehydrierung und Hitzschläge.
  • Die Polizei sucht Zeugen eines tragischen Vorfalls von Sonntag. Unbekannte schlossen die Heckklappe eines parkenden Autos.
  • Ein Hund saß zu dem Zeitpunkt in dem Fahrzeug. Das arme Tier starb später beim Tierarzt - vermutlich an den Folgen eines Hitzschlags.

Stuttgart - In den letzten Wochen war es beinahe durchgehend warm im Südwesten. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart kletterte die Temperatur immer weiter nach oben. Die warmen Temperaturen sind jedoch nicht nur Anlass, die freie Zeit in der Natur zu genießen, sondern bergen auch einige Gefahren. Durch sehr hohe Temperaturen kann es beispielsweise zur Dehydrierung oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag kommen.

Die Polizei Stuttgart sucht aktuell Zeugen wegen eines tragischen Vorfalls von Sonntagmittag. Ein Hundebesitzer stellte gegen 9:30 Uhr sein Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz in der Nähe des Schäferhundevereins an der Hemminger Straße in Stuttgart-Weilimdorf ab. Das Auto stand nach Polizeiangaben im Schatten. Der vierbeinige Freund des Mannes wartete im Auto. Nach Angaben der Polizei Stuttgart ließ der Besitzer seinen belgischen Schäferhund bei offener Heckklappe und ausreichend Wasser im Fahrzeug zurück. Außerdem kümmerte sich der Mann regelmäßig um den Hund. In der Zeit zwischen 13:50 Uhr und 14:20 Uhr schlossen Unbekannte offenbar die Heckklappe des Mercedes.

Hund in Stuttgart verstorben: Unbekannte schlossen vermutlich die Heckklappe des Mercedes

Die Polizei Stuttgart geht davon aus, dass Unbekannte in der Abwesenheit des Hundebesitzers die Heckklappe des Autos schlossen. Bei der Rückkehr des Mannes war der Schäferhund bereits stark überhitzt und dehydriert. Der Besitzer brachte seinen Hund zu einem Tierarzt. Der Arzt konnte dem Hund nicht mehr helfen, das Tier starb vermutlich an einem Hitzschlag. Ob die Unbekannten den Hund in dem Mercedes bemerkt hatten oder die Heckklappe schlossen, weil sie dachten, sie sei versehentlich aufgelassen worden, steht bislang nicht fest. Das Polizeirevier 3 in der Gutenbergstraße in Stuttgart bittet Zeugen des Vorfalls, sich unter der Rufnummer +4971189903300 zu melden.

Ende Mai kam es beim Europapark in Rust zu einem ähnlichen Vorfall. Dieser nahm jedoch glücklicherweise ein gutes Ende. Unbekannte ließen zwei Hunde in einem Auto auf dem Parkplatz des bekannten Vergnügungsparks in der Nähe von Freiburg zurück. Die Fenster des Fahrzeugs waren teilweise geöffnet, die große Hitze machte den beiden Tieren jedoch schwer zu schaffen. Die alarmierte Feuerwehr schlug die Scheiben des Autos ein und befreite die Tiere aus ihrer misslichen Lage. Die Tiere brachte man in ein Tierheim, wo sie die Besitzer weniger später wieder abholten, wie das Tierheim Lahr gegenüber BW24 sagte.

Die Fahrlässigkeit von Menschen gegenüber Tieren zeigt sich auch, wenn sie diesen in freier Wildbahn begegnen. Im Juni und Juli kommt es in Baden-Württemberg vermehrt zu Aufeinandertreffen von Menschen mit sogenannten Ringelnattern. Diese Schlangen sind absolut harmlos. Da viele jedoch Angst haben oder denken, die Tiere könnten giftig sein, reagieren sie ihnen gegenüber auf fatale Weise. Ein Hundehasser versuchte zudem eine Vermisstensuche im Landkreis Heidenheim. Über eine anonyme Mail kam ein Hinweis zum Aufenthaltsort des verschwundenen Mannes. Sie führte direkt in eine Falle für die Rettungshunde.

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