„Schicken Sie mir eine Direktnachricht“

Ashton Kutcher schreibt SPD-Chefin Saskia Esken Twitter-Nachricht mit eindringlichem Appell

Ashton Kutcher neben Saskia Esken (Fotomontage)
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Saskia Esken und Ashton Kutcher: Politikerin aus Stuttgart antwortet Hollywood-Schauspieler
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    vonJulian Baumann
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US-Schauspieler Ashton Kutcher wandte sich über Twitter an SPD-Chefin Saskia Esken. Sein Anliegen dreht sich um ein wichtiges politisches Thema - die gebürtige Stuttgarterin reagierte sofort.

Stuttgart - Dass sich ein Hollywoodstar wie Ashton Kutcher für die Arbeit der Sozialdemokraten interessiert, scheint auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich. Dennoch schickte der „Two And A Half Man“-Schauspieler über Twitter eine Nachricht an die Spitze der deutschen Partei. Unter anderem wandte er sich in der Nachricht auch direkt an die Parteivorsitzende Saskia Esken, die in der Landeshauptstadt Stuttgart geboren wurde. Die antwortete sofort.

In der Nachricht an Saskia Esken schrieb Ashton Kutcher, dass er sich freuen würde, mit der Politikerin über die Auswirkungen zum EU-Kommunikationskodex auf die Privatsphäre von missbrauchten Kindern zu sprechen und fügte hinzu: „Bitte schicken Sie mir eine Direktnachricht“, wie der Spiegel am Donnerstag berichtete.

Saskia Esken und Ashton Kutcher: Politikerin aus Stuttgart antwortet Hollywood-Schauspieler

Woher der bekannte Schauspieler von dem Programm der SPD erfahren hatte, ist nicht bekannt. Parteichefin Saskia Esken antwortete Ashton Kutcher laut Angaben des Spiegel jedoch sofort. Sie bedankte sich für die Kontaktaufnahme und bat ihrerseits ebenfalls um eine Direktnachricht. „Ich bin Ihnen zurückgefolgt“, schrieb die Politikerin aus Stuttgart.

Kutcher markierte den Tweet mit „gefällt mir“. Laut dem Spiegel ging aus dem Nachrichtenaustausch nicht genau hervor, auf welche Regelung sich der Schauspieler bezog. Die EU-Kommission habe jedoch im Sommer eine neue Strategie zur wirksameren Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern vorgelegt.

Am Donnerstagabend, den 22. Oktober, schrieb Ashton Kutcher nach Angaben des Spiegel, dass er Saskia Esken eine E-Mail geschrieben habe. Es werde mit Sicherheit auch dazu kommen, dass man die Bemühungen öffentlich mache, fügte er hinzu. Zuvor habe es zwischen der Politikerin aus Stuttgart und dem Hollywood-Schauspieler keinen Kontakt gegeben, sagte ein SPD-Sprecher gegenüber der Welt. Der Sprecher bestätigte zudem die Echtheit der Konversation. „Saskia Esken hat Ashton Kutcher auf Twitter geantwortet“.

Ashton Kutcher sucht Gespräch mit Saskia Esken - Schauspieler setzt sich seit Langem für missbrauchte Kinder ein

Die Kontaktaufnahme von Ashton Kutcher mit SPD-Chefin Saskia Esken hat die Nutzer auf Twitter verwundert. Bekannt ist jedoch, dass sich der Schauspieler seit Langem für missbrauchte Kinder einsetzt, wie die Welt berichtet. So habe er etwa mit seiner Exfrau, Schauspielerin Demi Moore, die Organisation Thorn gegründet, die gegen Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Kindern kämpfe. Die Organisation kümmere sich vor allem um den Kampf gegen Kinderpornographie in den sozialen Netzwerken.

In dem Entwurf der EU-Kommission geht es ebenfalls um die Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet. So sollen Ermittler bald grenzübergreifend digitale Beweise sichern dürfen, wie die Welt berichtet. Dieses Konzept scheint auch die Zustimmung von Ashton Kutcher zu genießen, weswegen er das Gespräch mit Saskia Esken suchte.

„Ihr technisches Verständnis kann den Unterschied in der Lebensqualität unzähliger Kinder ausmachen“, schrieb der Schauspieler an die SPD-Chefin. „Datenschutz ist wichtig, die Privatsphäre von Kindern ist wichtig“, führte Kutcher weiter aus. „Beschränken Sie Anbieter nicht darin, Technologien zu benutzen, um Material über sexuellen Missbrauch von Kindern zu erkennen, zu melden und zu entfernen“.

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