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„Meine Jugend“: Kult-Club in Stuttgart feiert letzte Party, bevor er abgerissen wird

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Von: Nadja Pohr

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Das Haus am Hirschbuckel in der unteren Königstraße in Stuttgart wird abgerissen. Dadurch verschwindet auch der Club „Roxy“, an den sich viele Stuttgarter gerne zurückerinnern.

Stuttgart - In dem Gebäude am Hirschbuckel unterhalb der Königsstraße spielt sich schon seit vielen Jahren ein großes Stück des Stuttgarter Nachtlebens ab. Begonnen hatte es in den 80er Jahren mit dem AT Podium City, ehe es 1986 zum „Roxy - Musik in Stuttgart“ wurde. Seit 1997 ist aus dem „Roxy“ das „ToY“ geworden. Doch der Abriss des Hauses in der Innenstadt rückt näher.

Bereits im Juni musste deshalb die beliebte FrittyBar in Stuttgart schließen, was für große Trauer in der Landeshauptstadt sorgte. Der Imbiss gehörte immerhin zu einem der wenigen in der Innenstadt, die ihre Gäste die ganze Nacht über mit Essen versorgten. Nun verabschiedet sich das nächste Unternehmen - aber nicht, ohne eine letzte große Party zu feiern.

„Meine Jugend“: Stuttgarter trauern über Schließung des Kult-Clubs „Roxy“

Noch immer erinnern sich viele gerne an die Tanzabende im „Roxy“ oder die seltsamen Namen der Drinks, wie „U-Boot“ oder „Ölfuß“ zurück. Der ein oder andere wird sicherlich auch noch ein Glas als Mitbringsel aus dem Kult-Club Zuhause haben. Am 22. Dezember wird die gute alte Zeit noch einmal aufleben, wenn die Diskothek in Stuttgart ihre Abschiedsparty feiert. Unter dem Motto: „Kommt alle rein, tanzt den letzten Tanz!“ verabschiedet sich das „Roxy“ von seinen Gästen.

Die Diskothek im Erdgeschoss des Gebäudes am Hirschbuckel
Der Abriss des Hauses am Hirschbuckel rückt näher. Der Kult-Club „Roxy“ will sich mit einer letzten großen Party im Dezember verabschieden. © BW24/Nadja Pohr

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Angesichts der Schließung der Disco trauern die Stuttgarter im Netz und schwelgen in Erinnerungen. „Oh nein.... mein altes Wohnzimmer wird abgerissen“, kommentiert ein Facebook-User beispielsweise. „Ja schade, schon den ein oder anderen Absturz drin gefeiert“, „So viele schöne Erinnerungen dort erlebt“ oder „Das Stuttgart meiner Jugend zerbröselt“, schreiben weitere. „Mein Mann und ich haben uns auch im Roxy kennengelernt“, erinnert sich eine Nutzerin. „Was war das für eine geile Zeit“, kommentiert eine Userin. „Schade um die Stadt, die wieder einmal ein Stück Erinnerung verliert“, trauert ein anderer.

Kult-Club in Stuttgart weicht für Läden, Büros und Arztpraxen

So sehr die Stuttgarter die Verluste von FrittyBar und „Roxy“ auch bedauern, der Abriss des Hirschbuckel-Gebäudes kann nicht mehr verhindert werden. Das Haus, das einst Architekt Paul Stohrer baute, gehört inzwischen der Investment AG Stinag. Das Unternehmen hält eine Modernisierung für dringend notwendig. Bisher seien für den Neubau Läden, Büros und Arztpraxen geplant, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet. Ob ein Gastronomiebetrieb oder ein Club in das Gebäude zurückkehren werden, sei derzeit nicht bekannt. Viele Stuttgarter würden es sich jedoch sicherlich wünschen.

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