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Rosensteinbrücke soll auch nach Umbau autofrei bleiben - Idee stößt auf Kritik

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Von: Nadja Pohr

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Gesperrte Rosensteinbrücke in Stuttgart
Derzeit ist die Rosensteinbrücke in Bad Cannstatt für den gesamten Verkehr gesperrt. Aus Sicht einiger Fraktionen könnte das künftig auch weiterhin für Lkw- und Autoverkehr gelten. © Andreas Rosar/dpa

Einige Fraktionen fordern, dass die Rosensteinbrücke auch nach dem Umbau für Auto- und Lkw-Verkehr geschlossen bleibt. Das stößt auf Kritik bei den Bürgern.

Stuttgart - Die Rosensteinbrücke im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt ist seit dem 12. Mai sowohl für Lkws als auch den Autoverkehr gesperrt. Untersuchungen an dem 70 Jahre alten Bauwerk haben ergeben, dass die Brücke marode ist und nicht mehr lange halten wird - sie muss abgerissen werden.

Dass neben dem Lkw- und Autoverkehr auch der Stadtbahnverkehr auf der Rosensteinbrücke gesperrt ist, führt zu einer problematischen Verkehrssituation. Die Stadt Stuttgart ist derzeit bemüht, Lösungen zu finden und hofft, diese schnell umsetzen zu können. Die Parteien Grüne, SPD, Fraktion und Puls, merken nun jedoch an, dass die Sperre der Rosensteinbrücke durchaus auch Gutes mit sich bringt.

Verkehrssituation sei entspannt: Fraktionen wollen Rosensteinbrücke nach Umbau autofrei behalten

Im Bereich Mühlgrün habe sich laut den Fraktionen die Verkehrssituation durch die Sperrung der Rosensteinbrücke entspannt, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Es würden sich daher städtebauliche Entwicklungspotenziale am Neckarufer ergeben, wie sie in einem gemeinsamen Antrag schreiben. Sie fordern deshalb: Nach dem Neubau der Rosensteinbrücke soll diese autofrei bleiben.

Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Aufwertung des Altstadtbereichs soll die Rosensteinbrücke künftig dem Stadtbahn-, Bus-, Rad-, Taxi- und Fußverkehr vorbehalten sein. Zahlreiche Auto- und Lkw-Fahrer müssten dann allerdings dauerhaft Umwege in Kauf nehmen, um unter anderem vom Pragsattel aus über den Neckar in die Altstadt zu gelangen.

Idee von autofreier Rosensteinbrücke in Stuttgart stößt auf Kritik

Die Forderung aus der Politik in Stuttgart stößt bereits auf Kritik bei einigen Bürgern und Unternehmen. „Wie kommt ein Teil des Gemeinderats auf solche Ideen? Es gäbe dann innerhalb von 500 Metern drei Brücken für Fußgänger und Radfahrer, aber keine für Autofahrer“, ärgert sich beispielsweise Bäckermeister Gerhard Sailer, der seine Bäckereien über die Route in der Altstadt beliefert. Auch in den sozialen Medien herrscht Unverständnis. „Ich kann dieses Verhalten und diese Denkweise nicht begreifen“, kommentiert ein Facebook-Nutzer. Die Umwege, die man dadurch in Kauf nehmen müssen und der damit verbunden CO2-Ausstoß, könne nicht im Interesse der Grünen sein, meint ein anderer User.

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