Pläne der Telekom

Glasfaser in Stuttgart: Wo es gut aussieht - und wo schnelles Internet auf sich warten lässt

„Schnelles Internet!!“ steht in großen Buchstaben aus Kreide im Wohngebiet Altes Bergfeld.
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Die Telekom will bis 2030 rund 90 Prozent der Region Stuttgart mit schnellem Internet versorgen (Symbolbild).
  • Julian Baumann
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Die Stadt Stuttgart und ihre Region soll schnelleres Internet erhalten. Der Ausbau der Glasfaserkabel ist in manchen Gebieten weiter fortgeschritten als in anderen.

Stuttgart - Zwar gibt es auch in Deutschland Gebiete mit Funklöchern und wiederholten Netzausfällen, die Internetanbindung ist in der Bundesrepublik aber gut ausgebaut. Dass auch alle Menschen Zugang zu schnellem und vor allem stabilem Internet haben, steht dagegen auf einem anderen Blatt. Selbst in der Landeshauptstadt Stuttgart und der Region ist schnelles Internet keine Selbstverständlichkeit. Dabei wird eine gute Verbindung durch die derzeitige Situation immer obligatorischer.

Durch die Krise aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg und die Kontaktbeschränkungen haben viele Arbeitnehmer und auch ganze Unternehmen ihren Arbeitsalltag in die eigenen vier Wände verlegt. Zudem scheint sich das standortunabhängige Arbeiten auch abseits der Maßnahmen immer mehr durchzusetzen. Einige Firmen haben beispielsweise schon ihre Büroräume gekündigt. Für Meetings, oder generell dem Arbeiten online, ist aber eine schnelle und stabile Internetverbindung notwendig. Die Telekom will bis 2030 rund 90 Prozent der Region Stuttgart mit schnellem Internet versorgen, berichtet die Stuttgarter Zeitung. In einigen Landkreisen ist der Ausbau an Glasfaserkabeln weiter fortgeschritten als in anderen.

Stuttgart: Glasfaserausbau in der Region - manche Regionen haben Nachholbedarf

Die Landeshauptstadt Stuttgart ist die sechstgrößte Stadt Deutschlands und hat über 630.000 Einwohner in 23 Stadtbezirken. Laut der Stuttgarter Zeitung gab es zum Jahresanfang aber gerade mal 20.000 Glasfaseranschlüsse, im Laufe des Jahres kamen nochmal 30.000 hinzu. Schnelles Internet ist seitdem auch in den Stadtteilen Bad Cannstatt, Möhringen, Stuttgart-Süd und -West sowie in Mühlhausen verfügbar. Zudem habe die Telekom auch elf Gewerbegebiete in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen. Im kommenden Jahr will das Unternehmen zudem weitere fünf Stadtteile mit 35.000 Anschlüssen versorgen. Geplant ist ein solcher Ausbau in den Gebieten Stuttgart-Mitte, Möhringen-Fasanenhof, Unter- und Obertürkheim und Sillenbuch.

Im Kreis Böblingen versorgt die Telekom immerhin bereits deutlich mehr als zehn Prozent der Haushalte mit schnellem Internet. Im kommenden Jahr soll auch hier der Ausbau deutlich voranschreiten, unter anderem in den Städten Böblingen und Herrenberg, aber auch in kleineren Gemeinden wie Altdorf, Bondorf und Öschelbronn. Der Kreis Esslingen hinkt beim Glasfaserausbau dagegen noch hinterher. „Bis Ende 2021 können 7,4 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner im Kreis einen Glasfaseranschluss nutzen“, erklärte der Esslinger Landrat Heinz Eininger der Stuttgarter Zeitung. Im kommenden Jahr sind aber auch in diesem Kreis der Region Stuttgart weitreichende Ausbauten geplant.

Glasfaser in der Region Stuttgart: Göppingen Spitzenreiter, Ludwigsburg hat große Pläne

In der Region Stuttgart ist der Landkreis Göppingen laut der Stuttgarter Zeitung am besten mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Das liegt offenbar daran, dass Stadt- und Landkreis früh die Wichtigkeit einer guten Internetverbindung erkannt und entsprechende Baumaßnahmen eingeleitet haben. Das geschah allerdings im Alleingang, die Telekom hält sich bislang im Kreis Göppingen mit einem Glasfaserausbau noch zurück. Im kommenden Jahr will das Unternehmen aber in elf Kommunen zumindest teilweise mit dem Ausbau beginnen.

Der Kreis Ludwigsburg hat dagegen besonders engagierte Pläne, was den Glasfaserausbau im Kreis der Barockstadt anbelangt. Laut der Telekom stände aktuell bereits 14 Prozent der Bevölkerung im Landkreis schnelles Internet zur Verfügung. Diese Zahl soll laut der Stuttgarter Zeitung im kommenden Jahr deutlich gesteigert werden. Dann können sich 24 Gemeinden im Landkreis zumindest teilweise über einen Glasfaseranschluss freuen. Im Rems-Murr-Kreis sind bereits zehn Prozent der Haushalte mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet, im kommenden Jahr sollen 20 Gemeinden folgen.

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