Ausnahme von Quarantäne

Mehr Rechte für Geimpfte: Baden-Württemberg beschließt Freiheiten

  • Valentin Betz
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Das Coronavirus hat Baden-Württemberg fest im Griff. Einen wirklichen Durchbruch verspricht nur der Impfstoff. Geimpfte erhalten daher jetzt mehr Freiheiten.

Stuttgart - Zu Beginn der Pandemie waren Kontaktbeschränkungen die wirksamste Methode gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg. Zusätzlich helfen seitdem Schutzmasken und Hygieneregeln eine Infektion zu vermeiden, wo Kontakte nicht umgangen werden können. Inzwischen gibt es aber auch mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus. Seitdem werden weltweit Menschen im Eiltempo geimpft, um eine möglichst flächendeckende Immunität zu erreichen. Bislang war die Impfung in Baden-Württemberg aber ein Debakel. Die höchste Risikogruppe war Ende März noch immer noch vollständig geimpft.

Dabei wird sich die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg ab sofort noch mehr lohnen. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, gewährt das Land vollständig Geimpften künftig zusätzliche Freiheiten.

Rechte für Geimpfte in Baden-Württemberg: Quarantänepflicht entfällt

Rund um die Corona-Impfungen in Baden-Württemberg und Deutschland gab es bislang viele Komplikationen. Auch die Regeln für Astrazeneca-Impfungen sorgten für Verwirrung. Wer eventuell noch Vorbehalte gegen einen der Impfstoffe hatte, bekommt jetzt von der Landesregierung in Baden-Württemberg einen neuen Anreiz.

Mehr Freiheit: In Baden-Württemberg müssen Geimpfte künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie aus Risikogebieten kommen oder Kontakt mit Infizierten hatten.

Für vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte in Baden-Württemberg gelten ab dem 19. April Ausnahmen von der Quarantänepflicht. Demnach müssen symptomlose Geimpfte nicht mehr in Quarantäne, wenn sie Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. „Gleiches gilt für Einreisende aus sämtlichen Risikogebieten im Ausland“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha.

Freiheiten für Geimpfte: Mehr Besuche in Pflegeeinrichtungen möglich

Baden-Württemberg folgt damit der Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI). Eine Person gilt demnach als vollständig geimpft, wenn seit der letzten vorgeschriebenen Impfdosis zwei Wochen vergangen sind. Auch Menschen, die erst eine Dosis erhalten haben, aber in der Vergangenheit mit dem Coronavirus infiziert waren, profitieren künftig von den Lockerungen für Geimpfte.

Inzwischen impfen in Baden-Württemberg auch Hausärzte. Eine Zunahme der Geimpften bringt laut Gesundheitsminister Manfred Lucha möglicherweise auch bald mehr Freiheiten für stationäre Pflegeeinrichtungen. Bei einer Durchimpfungsrate von 90 Prozent der Bewohner können demnach wieder mehr Besuche ermöglicht werden - allerdings trotzdem nur unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und eines Corona-Tests der Besucher. Wie weit an der Testpflicht beim Pflegepersonal geschraubt wird, sei noch unklar.* *Heidelberg24 ist ein Angebot von IPPEN.Media.

Rubriklistenbild: © María José López/dpa

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