Transformation zum E-Auto

Wegen E-Autos: Porsche kündigt harten Sparplan an - 10 Milliarden Euro

Mitarbeiter stehen während einer Showproduktion zur Eröffnung der Produktion des Porsche Taycan, dem ersten rein elektrischen Modell des Sportwagenherstellers, in der Endkontrolle.
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2019 startete die Produktion des Porsche Taycan, dem ersten rein elektrischen Modell des Sportwagenherstellers.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Trotz hoher Investitionen in die E-Mobilität will die Porsche AG ihre Rendite halten - dafür verfolgt der Sportwagenbauer ab sofort einen strikten Sparkurs.

Stuttgart - Die Porsche AG feierte mit dem elektrischen Taycan große Erfolge. Inzwischen ist der Elektro-Sportwagen sogar das meistverkaufte Porsche-Modell in Europa und knackte im vergangenen Jahr einen E-Auto-Meilenstein. So verkaufte Porsche im Jahr 2020 rund 20.000 Modelle des schnittigen Stromers. Nun will der Sportwagenbauer aus der Landeshauptstadt Stuttgart die Erfolgsgeschichte weiterschreiben und noch stärker in E-Mobilität und Digitalisierung investieren.

Bis 2030 sollen 80 Prozent der Porsche-Autos rein elektrisch oder als Hybride angeboten werden. Damit schafft Porsche den Verbrenner früher ab, als gedacht. In den kommenden fünf Jahren will Porsche-Chef Oliver Blume 15 Milliarden Euro in elektrische Antriebe investieren. Die Transformation hin zum Elektro-Auto zieht weitreichende Veränderungen nach sich, die äußerst kostspielig sind. So entstehen beispielsweise für Batterien höhere Materialkosten und Mitarbeiter müssen für neue Produktionsabläufe fit gemacht werden.

Porsche AG: Einsparungen in den nächsten fünf Jahren werden verstärkt

Da auf dem Weg zur Modernisierung weiterhin eine hohe Rendite abfallen soll, kündigte Oliver Blume an, den Sparkurs ab sofort zu verstärken. „In den nächsten fünf Jahren planen wir Einsparungen von insgesamt rund zehn Milliarden Euro, die das Ergebnis absichern. Ursprünglich waren es sechs Milliarden Euro gewesen“, sagte Blume der Automobilwoche.

Trotz Investitionen will der Stuttgarter Autobauer eine Rendite von 15 Prozent erzielen. „15 Prozent sind in der Transformationsphase so viel wert wie 20 Prozent in früheren Zeiten“, betonte Blume. Dafür sollen nach 2025 statt der bislang geplanten zwei Milliarden nun drei Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.

Porsche AG investiert in E-Auto-Pionier Rimac

Aktuell plant Porsche, seinen Anteil am kroatischen Elektroauto-Start-up Rimac von gut 15 Prozent auf fast 50 Prozent zu erhöhen, wie das Manager Magazin berichtete. Erst kürzlich brachten die Kroaten einen „Hypersportwagen“ mit über 1.900 PS auf den Markt. In zwei bis drei Monaten solle das Investment unter Dach und Fach sein. Gemeinsam mit Rimac will Porsche die Konzernmarke Bugatti in die Zukunft führen.

Trotz der Coronakrise machte Porsche im Jahr 2020 einen Milliardengewinn. Auch in das bevorstehende Jahr blickt Firmenchef Oliver Blume zuversichtlich: „Bei Porsche sind wir gut ins Jahr gestartet“, sagte er der Automobilwoche. Der Hersteller liege über den Zahlen des Vorjahresmonats, der Auftragseingang der vergangenen Monate sei „prima, finanziell haben wir eine stabile Basis.“

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