Goldporsche

Goldener Porsche abgeschleppt: Besitzer erzählt Polizei haarsträubende Geschichte

Ein mit Goldfolie beklebter Porsche Panamera steht auf einem Seitenstreifen.
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Schon einmal wurde ein goldener Porsche abgeschleppt - hier 2019 in Hamburg.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Ein goldener Porsche in Dresden wurde Anfang Mai 2021 abgeschleppt, weil die Farbe laut Polizei gegen die Vorschriften verstößt. Vor Ort tischte der Besitzer den Beamten eine haarsträubende Geschichte auf.

Update vom 11. Mai, 11.32 Uhr: Vor mehreren Tagen schleppte die Polizei in Dresden ein goldfoliertes Fahrzeug der Porsche AG ab. Der Sportwagen mit der auffälligen Farbe stand mehrere Tage lang auf einem Parkplatz in der Stadt und erweckte letztendlich die Aufmerksamkeit der Beamten. Aufgrund des schimmernden Lacks verstieß der Porsche gegen die Verkehrsregeln und durfte nicht mehr gefahren werden. Der Besitzer, ein Bulgare, musste daraufhin eine Strafe von 870 Euro zahlen. Der Gold-Porsche steht aktuell auf dem Gelände der Dresdner Polizei und wird von einem Wachschutz überwacht.

Der Besitzer des goldfarbenen Sportwagens der Porsche AG war nun selbst vor Ort in Dresden, wie die Bild berichtet. Nach eigenen Angaben will er das Fahrzeug „morgen oder übermorgen hier abholen“. In Bezug auf den Grund, warum er den goldfarbenen Porsche mehrere Tage lang auf einem Anwohnerparkplatz geparkt hatte, erzählte der Besitzer den Polizisten vor Ort eine haarsträubende Geschichte. Sein Vater sei Autohändler in Bulgarien, so der 28-Jährige. Er habe den Gold-Porsche angeblich für seine Frau geleast.

Da es in Deutschland auf den Autobahnen keine Geschwindigkeitsbegrenzung gebe, sollte der Gold-Sportwagen der Porsche AG auf einer Spritztour durch Deutschland mal so richtig ausgefahren werden, erzählte der Besitzer den Beamten laut der Bild. Nach einem Hinweis der Polizei, dass der auffallende Goldlack nicht zulässig sei, habe er den Porsche auf dem Parkplatz zwischengeparkt. Seine Absicht sei gewesen, den Sportwagen anschließend mit einem Transporter abzuholen. Die Polizei war jedoch schneller und zog den Gold-Porsche zwischenzeitlich ein. Am heutigen Dienstag soll das auffällige Fahrzeug nach bezahlter Rechnung mit einem Autotransporter abgeholt und zurück nach Bulgarien gebracht werden.

Update vom 5. Mai, 10:45 Uhr: Vergangene Woche war der goldfolierte Porsche, der lange Zeit in Dresden Aufmerksamkeit erregte, vom Abschleppdienst abtransportiert worden. Der Grund: Er stand auf einem Anwohnerparkplatz, zudem verstieß der zu stark schimmernde Lack gegen die Verkehrsregeln. Seither steht der Wagen - unter Wachschutz - auf dem Gelände der Dresdner Polizei.

Der Wagen, so berichtet die Bild, darf demnach nicht mehr auf der Straße gefahren werden, sondern muss abtransportiert werden - und das nur abgedeckt, da er andere Verkehrsteilnehmer aufgrund des Lacks immer noch ablenken oder bei Sonnenschein blenden könnte. Auch der Fahrer des Wagens ist der Polizei mittlerweile bekannt. Wie Bild berichtet, soll der Ausflug zur Polizei den Besitzer einen rund vierstelligen Betrag gekostet haben. Ihm würden „die Abschleppkosten, das Gutachten sowie eine Ordnungswidrigkeit in Rechnung gestellt“, so Polizeisprecher Marko Laske gegenüber der Zeitung.

Erstmeldung vom 3. Mai: Für Speziallacke der Porsche AG greifen Käufer manchmal ziemlich tief in die Tasche. Die sogenannten Chromaflair-Lackierung etwa kostet rund 83.000 Euro - so viel wie manch ein Auto des Sportwagenherstellers aus der Landeshauptstadt Stuttgart. Wie teuer indes die golden glänzende Folie war, mit der ein Porsche-Fahrer die Karosserie seines Panamera überziehen ließ, ist unbekannt. Das Auto, das seit geraumer Zeit in der Dresdner Innenstadt stand, erregte jedenfalls aufgrund seiner exotischen Farbe reichlich Aufmerksamkeit - neuerdings auch die der Polizei.

Die Luxuskarre stand zu lange neben dem Staatsarchiv auf einem Anwohnerparkplatz, ohne einen gültigen Parkausweis. Laut der Sächsischen Zeitung brachte das Dresdner Ordnungsamt bereits Ende April eine eindringliche Botschaft auf der Windschutzscheibe des Wagens an: „Dieses Kraftfahrzeug wurde durch die Abteilung Gemeindlicher Vollzugsdienst erfasst“ soll darauf gestanden haben. Der Autobesitzer hätte sich „umgehend“ beim Ordnungsamt melden müssen - was er aber nicht tat. Am vergangenen Freitag rückte dann das Abschleppkommando an und transportierte den Gold-Porsche ab.

Porsche AG: Weil das Gold glänzt und schimmert, entspricht es nicht den Vorschriften

Grund dafür war aber nicht nur der falsch gewählte Parkplatz. Auch die auffällige Farbe spielt eine Rolle, weshalb das Fahrzeug, das dem Kennzeichnen nach aus Bulgarien kommt, nun auf dem Gelände der Polizei steht. Weil das Gold glänzend ist und schimmert, entspricht es nicht den Vorschriften in Deutschland. „Durch die spiegelnde Retro-Folie an dem Porsche könnten andere Autofahrer geblendet werden. Dadurch kann die Betriebserlaubnis erlöschen und das Fahrzeug muss dann auch aus dem Verkehr entfernt werden“, erklärte der Experte für Verkehrsrecht von der Hochschule der Sächsichen Polizei, Dieter Müller, der Bild.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein goldfarbener Wagen der Zuffenhausener eine Sache für den Abschleppdienst wird. Wie merkur.de* berichtet, hat bereits 2019 die Polizei einen Goldfolie-Porsche in Hamburg gestoppt. „Gold-Nugget“ hieß die Variante damals. Zuletzt machte der Autohersteller mit einem weiteren Lack auf sich aufmerksam, genannt „Frozen Berry“. Mit dem rosa Lack will Porsche die Autos für Frauen attraktiver machen.

Porsche AG: Die Goldposer wollen sich mit der Polizei in Verbindung setzen

Der Goldposer in Dresden hat laut der Sächsischen Zeitung mittlerweile Kenntnis vom Abschleppdienst genommen. Am 1. Mai sei ein Mercedes-Kleinbus mit einem Anhänger für den Autotransport neben dem Staatsarchiv aufgetaucht. Die Fahrer des Gespanns hätten den Goldporsche offenbar mitnehmen wollen, stellten aber zur ihrer Überraschung fest, dass er nicht mehr an Ort und Stelle stand. Am Montag wolle der Trupp den Kontakt zur Polizei aufnehmen.

Übrigens lassen sich nicht nur teure Autos mit Goldfolien überziehen, sondern auch ganz andere Dinge. Auch Frank Ribery musste zu seinem Leidwesen erfahren, dass das nicht immer eine so gute Idee ist. Über den Ex-Bayern-Profi brach im Internet ein Shitstorm einher, weil er Steak vergolden ließ. *merkur.de ist ein Angebot IPPEN.MEDIA

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