Modell „Cajun“

Angriff auf Tesla: Porsche plant neues E-Auto - das ist bereits bekannt

Porsche hat mit dem elektrischen Taycan einen vollen Erfolg gelandet.
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Porsche hat mit dem elektrischen Taycan (Foto) bereits einen Erfolg gelandet. Ein weiteres E-Auto soll daran anknüpfen.
  • Berkan Cakir
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Die Porsche AG will einem Bericht zufolge ein neues E-Auto auf den Markt bringen. Es soll weitaus günstiger sein als der Taycan.

Stuttgart - Erst im März 2021 brachte die Porsche AG ihr bisher günstigstes E-Auto auf den Markt: Der Autohersteller stellte die vierte Version des Taycan vor. Die abgespeckte Variante des E-Autos, das über einen Heckantrieb verfügt, ist als Einsteigermodell gedacht. Entsprechend kostet es auch deutlich weniger als die zuvor auf den Markt gebrachten Turbo- und Allradmodelle. Mit etwas mehr als 83.000 Euro liegt der Verkaufspreis rund 23.000 Euro unter dem der Vorgängermodelle.

Mit dem E-Modell sind die Zuffenhausener recht erfolgreich. Der elektrische Taycan ist mittlerweile der meistverkaufte Porsche in Europa. Offenbar will der Autokonzern aber ein noch günstigeres Modell entwickeln. Laut einem Bericht des britischen Auto-Magazins autocar.de arbeitet Porsche an einem E-Auto-Modell, das umgerechnet rund 58.000 Euro (in Großbritannien) kosten soll - und damit 25.000 Euro weniger als der günstigste Taycan. Für den Luxus-Autobauer ein ungewohnt billiger Preis.

Porsche AG: Der Cajun soll auf der Premium Plattform basieren

In Planung sei eine elektrische Schräghecklimousine als Konkurrenz zum Tesla Model 3 oder BMW i4, die sich in derselben Preiskategorie bewegen. Das Modell könnte laut dem Bericht den Namen „Cajun“ tragen. Dieser Name war bereits als Arbeitstitel für den elektrisch betriebenen Macan verwendet worden, der 2023 auf den Markt kommt.

Wie die neue Generation des Macan soll auch der Cajun auf der Elektrischen Premium Plattform PPE basieren. Porsche setzt beim E-Auto auf diesen Sonderweg gemeinsam mit Audi. PPE stellt praktisch ein Baukastensystem dar, auf der alle Premium-Elektrofahrzeuge der beiden Autohersteller entstehen sollen.

„Der modulare Charakter der PPE-Plattform wird es uns ermöglichen, unser Angebot an Elektroautos um eine Reihe verschiedener Modelle zu erweitern. Eine zweite Limousine ist eine Möglichkeit“, sagte dazu ein Entwicklungsingenieur dem britische Magazin Autocar.

Die Porsche AG hat für die E-Auto-Reihe das Werk in Leipzig ausgebaut

Wie Autocar unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle schreibt, baue Porsche derzeit die Produktionskapazität für eine siebte Modellreihe auf. Die Zuffenhausener hatten im vergangenen Jahr das Leipziger Werk erweitert, um dort vollelektrische und auch hybride Fahrzeuge auf einer Produktionslinie herstellen zu können.

Dafür investierte der Konzern 600 Millionen Euro. Zunächst werden in Leipzig der neue Macan, der Panamera und der Panamera Sport gebaut. Ob der Cajun tatsächlich realisiert wird, sei allerdings noch nicht entschieden.

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