Ironische Betrachtung

„Testosterongesteuerte Kleinhirne“: Satiremagazin Titanic verspottet Porsche

CEO Oliver Blume (li.) und Wolfgang Porsche mit Verkehrminister Andreas Scheuer.
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Der Porsche-Vorstand kassierte Spott - hier CEO Oliver Blume (li.) und Wolfgang Porsche mit Verkehrsminister Andreas Scheuer.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Porsche will für weibliche Kunden attraktiver werden und setzt auf eine neue Marketing-Strategie. Das Satiremagazin „Titanic“ stichelte deshalb jetzt gegen die Chefetage des Sportwagenbauers.

Stuttgart - Eigentlich können sich die Absatzzahlen der Porsche AG sehen lassen. So ist die Zahl der verkauften Fahrzeuge im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum vorigen Quartal um mehr als ein Drittel weltweit auf 71.986 gestiegen. Trotzdem sieht der Vorstand in einem Bereich offenbar noch Ausbaubedarf - und zwar beim weiblichen Anteil der Kundschaft.

Aktuelle Verkaufsstatistiken zeigen: In Deutschland haben Porsches Sportwagen vorrangig männliche Abnehmer. Nur 13 Prozent der Kundschaft sind Frauen. Weil der Autobauer in Zukunft besser beim weiblichen Geschlecht ankommen möchte, brachte Porsche kürzlich ein Modell mit rosa Lack und weniger Technik auf den Markt. Man wolle „stärker auf die Lebenswelt und die Wünsche von Frauen eingehen“, betonte Porsches Betriebsvorstand Detlev von Platen gegenüber dem Handelsblatt.

Titanic witzelt über Porsches Versuch, femininer zu werden - und teilt gegen Chefetage aus

Dass es den elektrischen Porsche Taycan nun auch - explizit, um die Damenwelt anzusprechen - in der Farbe „Frozen Berry“ gibt, findet eine unserer Autorinnen einfach nur peinlich. Damit ist sie nicht alleine - einige Medien kritisierten das fragwürdige Gendermarketing. Auch das Satiremagazin „Titanic“ lästerte jetzt über den Versuch von Porsche, femininer zu werden - und kann sich einen Seitenhieb gegen die männliche Chefetage dabei nicht verkneifen.

Auf seiner Website schreibt Titanic in der Rubrik „Newsticker“: „Im Vorstand der Porsche AG laufen die testosterongesteuerten Kleinhirne von Oliver Blume (52), Lutz Meschke (55), Andreas Haffner (55), Detlev von Platen (57), Albrecht Reimold (60), Uwe-Karsten Städter (64) und Michael Steiner (56) bereits auf Hochtouren, wie man das Klischee des ‚Egoboosters für schüttere Herren mittleren Alters‘ (Spiegel) mit Vollspeed hinter sich lassen kann.“

Titanic nimmt Porsches Führungsriege aufs Korn: „Vorschläge zum Einbau eines zusätzlichen Schminkspiegels“

In gewohnter Manier nimmt Titanic die Strategie der Führungsriege von Porsche auf die Schippe und verdeutlicht ganz nebenbei, dass der Vorstand von älteren Männern dominiert wird: „Marketingchef Robert Ader (45) geht davon aus, dass die beiden von der Führungsetage erarbeiteten Vorschläge zur Modellpflege - Einbau eines zusätzlichen Schminkspiegels und Drosselung des multifunktionalen Handschuhfachs in eine reine Schuhablage - mit den Vorstellungen des Aufsichtsrates um Wolfgang Porsche (78), Hans Michel Piëch (79), Hans-Peter Porsche (80), Ferdinand Oliver Porsche (60), Hans Peter Schützinger (56), Hans Dieter Pötsch (70), Thomas Schmall-von Westerholt (56) und Christian Dahlheim (52) absolut d‘accord sind.“

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