Cannonball-Rennen in den USA

Porsche Taycan schlägt Tesla Model 3 bei Rennen - mit knapp einer Stunde Vorsprung

Der Porsche Taycan bei der Presse-Vorführung auf dem Hockenheimring.
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Bei einem E-Auto-Rennen durch die USA knackte der Porsche Taycan den bisherigen Rekord von Tesla deutlich (Symbolbild).
  • Julian Baumann
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Mit dem vollelektrischen Taycan feiert die Porsche AG große Erfolge. In einem Rennen durch die USA schlug der E-Sportwagen nun sogar das Tesla Model 3 - mit knapp einer Stunde Vorsprung.

Stuttgart - Die Porsche AG stellte im vergangenen Jahr ihren ersten vollelektrischen Sportwagen vor. Der Taycan ist inzwischen das meistverkaufte Porsche-Modell in Europa und schlägt damit den beliebten 911. Im Jahr 2020 erreichte Porsche sogar einen E-Auto-Meilenstein beim Taycan und verkaufte knapp über 20.000 Modelle des Sportwagens. Wie auch andere deutsche Hersteller muss sich Porsche häufig mit dem US-Hersteller Tesla vergleichen lassen, der allgemeinhin als Pionier bei den E-Autos angesehen wird.

Schon im vergangenen Jahr traten der Taycan der Porsche AG und das Tesla Model 3 bei einem E-Auto-Rennen durch Deutschland an. Bei dem Rennen handelte es sich um die dritte Ausgabe des „Cannonballs“ in Deutschland, einem Autorennen, das ausschließlich auf Elektrofahrzeuge ausgelegt ist. Während sich der Taycan 2020 noch dem Tesla Model 3 geschlagen geben musste, knackte ein US-Journalist nun einen neuen Rekord in dem E-Sportwagen von Porsche, wie teslamag.de berichtet.

Porsche AG: Taycan hängt bei E-Auto-Rennen Tesla Model 3 ab

Die sogenannten „Cannonball-Rennen“ sind inzwischen ein weltbekanntes Phänomen, aber auch sehr umstritten. Die ursprünglich vom US-Magazin Car & Driver veranstalteten E-Auto-Rennen von New York nach Los Angeles werden oftmals als illegal bezeichnet, da die Fahrer für eine Bestzeit ohne Berücksichtigung der Verkehrsregeln durch die USA brettern.

Bislang galt das Tesla Model 3 als Rekordhalter, mit dem der Journalist Kyle Connor im Jahr 2019 die Strecke von gut 4.500 Kilometern in 45 Stunden und 16 Minuten zurücklegte, wie teslamag.de berichtet. Der Rekord wurde nun jedoch mit einem Porsche Taycan gebrochen.

Eine interessante Information bezüglich der inoffiziellen Rallys durch die USA ist, dass das US-Magazin thedrive.com weder den Taycan der Porsche AG, noch den Tesla als bisherigen Rekordhalter ansieht. Laut einem Bericht des Portals habe ein Mercedes E63 AMG der Daimler AG die Strecke zwischen New York und Los Angeles in 27 Stunden und 25 Minuten zurückgelegt. Diese Zeit werde offiziell jedoch nicht anerkannt, da die Straßen durch die Corona-Pandemie leer gewesen seien.

Porsche AG: E-Sportwagen Taycan stellt neuen Rekord beim Cannonball auf

Nachdem er bereits den bisherigen Rekord mit dem Tesla Model 3 aufgestellt hatte, unternahm US-Journalist Kyle Connor mit dem Taycan der Porsche AG an Silvester vergangenen Jahres einen Versuch, die Zeit nochmals zu unterbieten. Laut teslamag.de wählte er dafür die bislang effizienteste Variante des Porsche-Sportwagens, den Taycan 4S mit nur einer angetriebenen Achse. Laut thedrive.com handelte es sich dabei um ein Pressefahrzeug. Trotz eines im Vergleich zum Tesla Modell deutlich größeren Akkus kommt der Taycan nur auf etwa 126 Kilometer (203 Meilen) Reichweite.

Bei dem Cannonball-Rennen kommt es nicht nur auf die Geschwindigkeit und das Können der Fahrer an. Ganz besonders wichtig ist auch die Lade-Strategie, bei der die Fahrer versuchen, möglichst wenig Zeit zu verlieren. Wie auch bei den Tesla-Autos ist es beim Taycan der Porsche AG möglich, den Akku bei der Anfahrt zur nächsten Ladestation vorzuwärmen. Das begünstigt die Ladezeit erheblich, wie teslamag.de berichtet.

Das sei beim Cannonball 2020 jedoch nicht möglich gewesen. Das Team um Kyle Connor bediente sich deshalb einer anderen Taktik und versuchte, die Batterie des Porsche Taycan mit hohem Tempo sowie kräftiger Beschleunigung und der Energierückgewinnung (Rekuperation) warm zu bekommen.

Laut teslamag.de peilte das Team um US-Journalist Kyle Connor einen neuen Rekord von 42 Stunden von Küste zu Küste mit dem Taycan der Porsche AG an. Letztlich fuhr der E-Sportwagen des Herstellers aus Stuttgart allerdings nach genau 44 Stunden, 25 Minuten und 59 Sekunden über die Ziellinie in Los Angeles. Damit brauchte der Taycan für die Strecke von 4.500 Kilometern jedoch knapp eine Stunde weniger als das Tesla Modell im Jahr zuvor und stellte somit einen neuen Rekord auf.

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