Sportwagenhersteller

Porsche erzielt Absatzrekord mit Taycan - doch der Chipmangel gefährdet die Produktion

Ein Porsche Taycan fährt über eine Rennstrecke.
+
Fast 20.000 Modelle des Taycan hat Porsche in den ersten sechs Monaten verkauft.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
    schließen

Für die Porsche AG ist das E-Auto Taycan ein voller Erfolg - auch weiterhin. Und das, obwohl Rückrufe und Chipmangel dem Autobauer aktuell das Leben schwer machen.

Stuttgart - 153.656 Fahrzeuge hat die Porsche AG in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verkauft. Wie das Unternehmen am vergangenen Freitag bekannt gab, ist der Absatz damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent weltweit gestiegen - und das, obwohl die Produktion aufgrund der Corona-Pandemie einen Monat lang still stand. Der Sportwagenhersteller geht nun so weit, erstmals einen Absatz über 300.000 Fahrzeugen für dieses Jahr einzuplanen.

Die gestiegene Nachfrage erstreckt sich über alle Modellreihen hinweg. Nach wie vor ist das erste vollelektrische E-Auto beliebt: Der Taycan war im Vorjahr der meistverkaufte Porsche in Europa. Nach den ersten sechs Monaten in 2021 wurden vom Sportwagen 19.822 Einheiten verkauft. Zuletzt war der Porsche Taycan allerdings aufgrund eines gefährlichen Softwarefehlers von einem Rückruf betroffen. Trotzdem liegt das E-Auto bereits jetzt knapp unter dem Gesamtniveau des Vorjahres.

Für die Porsche AG ist der größte Markt China, kräftig gewachsen ist nun aber auch der US-Markt

Etwas höher ist der Absatz beim 911er, der rund 800 Mal öfter als der Taycan gekauft wurde. An der Spitze rangiert der Geländewagen Cayenne mit 44.040 verkauften Fahrzeugen, knapp dahinter die etwas kleinere Version des SUV, der Macan, mit 43.618 abgesetzten Fahrzeugen.

Am stärksten ist in den ersten sechs Monaten der Markt in den USA gewachsen - 50 Prozent mehr Fahrzeuge hat die Porsche AG dort verkauft. Der größte Markt ist aber nach wie vor China, wo in diesem Jahr bisher 48.654 Automobile verkauft wurden - rund 12.000 mehr als in den Vereinigten Staaten. In Deutschland wurden 13.094 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Zuwachs von 22 Prozent.

Porsche AG beobachtet die Risiken der Halbleiter-Versorgung nach wie vor aufmerksam

„Nach einem intensiven ersten Halbjahr 2021 können wir ein sehr positives Fazit ziehen. Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt“, sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen am Freitag. Allerdings bestehen nach wie vor Risiken: „Gleichzeitig wissen wir um die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie und die Halbleiter-Versorgung.“

Im Mai musste aufgrund der Engpässe bei der Chip-Versorgung die Porsche Cayenne-Produktion gestoppt werden. Auch andere Autohersteller wie die Daimler AG mussten ihre Produktion drosseln. „Wir beobachten die Gesamtlage daher weiterhin sehr aufmerksam und bewahren zugleich unsere optimistische Grundhaltung“, sagte Detlev von Platen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare