Punkte in Flensburg

Studie: Porsche-Fahrer sind die größten Verkehrssünder

Ein elektrischer Porsche Taycan fährt in einer Kurve.
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Porsche-Fahrer sind laut einer Studie die größten Punktesünder.
  • Julian Baumann
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Eine Studie listet Automarken auf, deren Fahrer die größten Verkehrssünder sind. Fahrer von Autos der Porsche AG sammeln demnach die meisten Punkte in Flensburg.

Stuttgart - Die Porsche AG ist weltweit vor allem für ihre Sportwagen bekannt. Mit beliebten Modellen wie dem Porsche 911 mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 330 Kilometern pro Stunde oder dem vollelektrischen Taycan mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 260 Kilometern pro Stunde kann man auf der Autobahn so einige andere Autofahrer weit hinter sich lassen. Dennoch sollte man sich auch in einem teuren Sportwagen an die geltende Verkehrsordnung halten. Laut den Ergebnissen einer Studie des Vergleichsportals Check24 sind Porsche-Fahrer jedoch die größten Verkehrssünder.

Zu Fahrern von hochpreisigen Autos von Herstellern wie der Porsche AG, Daimler, BMW oder auch Ferrari, Lamborghini und Co. gibt es einige Vorurteile. Eine Studie ergab, dass Männer mit psychischen Problemen besonders oft Mercedes oder BMW fahren. Auch bei der Studie von Check24 belegt ein Premiumhersteller den Spitzenplatz. Porsche-Fahrer haben laut der Umfrage mit Abstand die meisten Punkte in Flensburg.

Porsche AG: Fahrer des Stuttgarter Sportwagenherstellers haben die meisten Punkte in Flensburg

Das Punktesystem in Flensburg wurde bereits im Jahr 1958 vom Kraftfahrtbundesamt eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Art „verkehrserzieherische Maßnahme“, die bei einem Verstoß gegen die Verkehrsregeln neben dem Bußgeld verhängt werden kann, heißt es im Bußgeldkatalog. Je nach Schwere des Verstoßes erhalten die Verkehrssünder zwischen einem und drei Punkte. Bereits ab einem Punktestand von acht, muss man mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Was manche vielleicht nicht wissen: Ab einem Alter von 12 Jahren kann man bereits Punkte in Flensburg sammeln, indem man beispielsweise mit dem Fahrrad bei Rot über die Ampel fährt.

Mit 12 Jahren darf man zwar noch kein Modell der Porsche AG fahren, und könnte es sich in den meisten Fällen auch nicht leisten, die erwachsenen Fahrer des Stuttgarter Autobauers sammeln jedoch besonders fleißig Punkte in Flensburg. Die Liste von Check24 wurde nach Angaben der Fahrzeughalter beim Abschluss einer Kfz-Versicherung ermittelt. „Rund elf Prozent der Halter*innen der Sportwagen geben bei Abschluss einer Kfz-Versicherung an, Eintragungen im Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamtes zu haben“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vergleichsportals. Der Anteil an Verkehrssündern sei bei Porsche 65 Prozent größer als im Schnitt aller betrachteten Automarken.

Porsche AG und Co.: Diese Marken fahren die größten Verkehrssünder, laut der Studie

Aus den Ergebnissen der Studie könnte gelesen werden, dass wer schnell fahren kann, wohl auch besonders gerne schnell fährt. Insgesamt wurden jedoch 30 Automarken aufgelistet. Darunter auch Marken, die im Gegensatz zu Autos der Porsche AG nicht unbedingt für Geschwindigkeit und Sportlichkeit stehen. Die bekannteste Marke des Stuttgarter Autokonzerns Daimler AG befindet sich mit dem elften Platz ebenfalls in der ersten Hälfte. 7,2 Prozent der Mercedes-Fahrer gaben an, Punkte in Flensburg zu haben. Nachfolgend die Liste aller 30 betrachteten Automarken, mit denen die häufigsten Verkehrssünden begangen werden.

Automarke Anteil an Punktesündern
Porsche 10,9 Prozent
Jaguar 9,6 Prozent
Audi 8,2 Prozent
BMW8,2 Prozent
Land Rover8,2 Prozent
Lexus 7,8 Prozent
Volvo7,7 Prozent
Alfa Romero 7,6 Prozent
Seat 7,3 Prozent
Tesla 7,3 Prozent
Mercedes-Benz 7,2 Prozent
Mini7,2 Prozent
Subaru 7,0 Prozent
VW6,6 Prozent
Skoda 6,5 Prozent
Mazda6,4 Prozent
Ford 6,2 Prozent
Honda6,2 Prozent
Smart 6,2 Prozent
Kia 6,1 Prozent
Jeep6,0 Prozent
Hyundai 5,9 Prozent
Chrysler 5,8 Prozent
Opel 5,8 Prozent
Citroen 5,7 Prozent
Dacia 5,7 Prozent
Fiat5,6 Prozent
Mitsubishi 5,5 Prozent
Peugeot 5,5 Prozent
Renault 5,5 Prozent

(Quelle: Check24)

Neben Fahrern von Modellen der Porsche AG und der Daimler AG sind laut der Liste auch Fahrer anderer deutscher Hersteller oftmals zu schnell unterwegs. So beispielsweise BMW- und Audi-Fahrer. Porsche nimmt jedoch mit deutlichem Abstand den Spitzenplatz ein. Einem Porsche-Fahrer aus den USA war das vollelektrische Modell Taycan jedoch offenbar nicht schnell genug. Der Taycan-Besitzer bestellte sich nach einem blamablen Vergleich ein Model S von Tesla. Die beiden E-Autos waren bei einem sogenannten „Drag Race“ in Florida gegeneinander angetreten.

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