Update in der Werkstatt

Tesla-Fans verspotten „rückständige Technologie“ des Porsche Taycan

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Die Porsche AG aus Stuttgart bietet mit dem Taycan einen ersten E-Sportwagen. Der sollte eigentlich Software-Updates über Funk bekommen. Doch das ging gründlich schief.

Stuttgart - Die Elektromobilität ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Doch spätestens seit dieser Woche ist klar, dass dieser Technologie die Zukunft gehört. Denn die EU-Kommission prüft ein Verbot von Verbrennern, ein Albtraum nicht nur für Daimler. Deutsche Fahrzeughersteller wie die Porsche AG oder Daimler stehen vor der Aufgabe, den Umstieg in nur wenigen Jahren zu meistern.

Zuletzt hatte die Porsche AG mit dem Taycan sein erstes rein elektrisches Sportwagen-Modell veröffentlicht. Doch im Gegensatz zur Daimler AG, die ihre Flotte komplett auf Elektromobilität umstellen wird, hält sich die Porsche AG noch eine Alternative offen. Denn Porsche entwickelt einen völlig neuen Antrieb - weder E-Auto noch Wasserstoff. Verbrenner sollen dann mit klimaneutralen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, betankt werden können. Bill Gates glaubt, dass der Antrieb, an dem Porsche forscht, die E-Mobilität verdrängen wird.

Doch auch beim E-Auto will die Porsche AG vorne mitspielen - mit dem elektrifizierten Porsche Taycan. Der Fahrzeughersteller aus Stuttgart betont immer wieder, dass die Technik im neuen Taycan auf sehr hohem Niveau sei. Allerdings gab es jetzt bei einem Software-Update Probleme - und in Folge dessen Spott für den Sportwagenhersteller.

Porsche Taycan blamiert sich mit einer Technologie, die Tesla längst gemeistert hat

Ursprung des Spotts für die Porsche AG ist ein Schreiben, das ein Nutzer auf der Plattform Linkedin gepostet hat und sich offenbar an Besitzer eines Taycan wendet. Eigentlich sollte der Sportwagen, wie auch bei Tesla üblich, Software-Updates über Funk erhalten. Die Technik wird als „Over the Air“ (OTA) bezeichnet. Doch laut dem Schreiben, das der Linkedin-Nutzer veröffentlichte, stand jetzt ein „Verbund-Update“ an, dessen Datenmenge offenbar zu groß für die OTA-Technologie war.

Porsche Taycan-Kunden sind verärgert: Für ein Software-Update sollen sie in die Werkstatt. (Symbolbild)

Stattdessen werden Besitzer des Porsche Taycan dazu aufgefordert, das Software-Update im nächsten Porsche Zentrum zu übertragen. Der Linkedin-Nutzer bezeichnet das scherzhaft als „Over the Workbench“. Die Begründung von Porsche liest sich allerdings nur wenig überzeugend. „Bei einem Technologie-Träger wie dem Taycan ist die Komplexität der Systeme au einem sehr hohen Niveau, so dass wir uns für dieses Vorgehen entschieden haben“, heißt es in dem Schreiben. In der Kommentarspalte des Teslamag sorgte die Nachricht über das Software-Update des Porsche Taycan für amüsierte Beiträge.

Porsche AG sorgt mit Software-Update beim Taycan für Spott von Tesla-Anhängern

Auch wenn das Software-Update für den Porsche Taycan sinnvolle Verbesserungen beim Laden, beim Fahrwerk oder dem Assitenzsystem bringt: Besonders Fans des E-Auto-Herstellers Tesla machten sich über das Porsche-Schreiben auf Linkedin lustig. Teslamag gibt zu bedenken, dass Kritiker oft bemängeln, Tesla würde unfertige Fahrzeuge ausliefern und sie dann nachträglich per OTA-Update komplettieren. Allerdings würde diese Vorgehensweise - im Gegensatz zu Porsche - einwandfrei funktionieren.

In der Kommentarspalte unter dem Teslamag-Artikel sammeln sich dann auch - wenig überraschend - die Spötter. Ein Nutzer schreibt etwa, der Porsche Taycan sei ein „200.000 Euro teurer Zweitwagen mit absolut rückständiger Technologie.“ Ein anderer Tesla-Fan betont, dass die Fahrzeuge des US-Herstellers „Updates bereits seit 2013 Over-the-Air“ erhielten. Bei vielen, die dass Software-Update des Porsche Taycan belächeln, sorgt aber vor allem ein Detail für Belustigung: „Die schicken noch Briefe bei Porsche? So richtig mit Kuvert und Marke?“, schreibt ein Nutzer. Das verleitet einen Tesla-Fan zu dem Fazit: „Das ist ja der Witz des Tages. Der Rückstand ist ja wohl Minimum 10 Jahre.“

Rubriklistenbild: © Porsche / Twitter (@planwerk)

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