E-Auto wird aufgefrischt

Porsche will Taycan mit Software-Update schneller machen - Tesla-Fans spotten

Ein elektrischer Porsche Taycan Turbo S steht im Porsche Zentrum Stuttgart.
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Der Porsche Taycan wird künftig noch schneller.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Besitzer eines Porsche Taycan haben ab sofort die Möglichkeit, ihren Wagen mit einem kostenlosen Softwareupdate noch schneller zu machen. Tesla-Fans sind milde begeistert.

Stuttgart - Mit dem Porsche Taycan, ihrem ersten vollelektrischen Sportwagen, feierte die Porsche AG bereits große Erfolge. Inzwischen ist der Taycan das meistverkaufte Porsche-Modell in Europa und schlägt damit sogar den beliebten 911. Im März 2021 brachte Porsche die bisher günstigste Version des Taycan auf den Markt. Nun verkündete die Sportwagenschmiede aus der Landeshauptstadt Stuttgart eine weitere Neuigkeit für Taycan-Liebhaber: Durch ein Softwareupdate soll das Auto noch schneller werden. Allerdings müssen Kunden dafür - anders als etwa bei Tesla - einen Werkstatttermin vereinbaren.

Das Softwareupdate verbessert laut Angaben von Porsche die Beschleunigung des Taycan. Nach dem Update gelinge ein Sprint von Null auf 200 Kilometer pro Stunde innerhalb von 9,6 Sekunden - also 0,2 Sekunden schneller als bisher. Im Update enthalten seien unter anderem eine Verbesserung der Fahrdynamik sowie intelligentere Ladefunktionen.

Für Taycan-Modelle mit adaptiver Luftfederung umfasst die Aktualisierung zudem eine „Smart-Lift-Funktion“. Damit lässt sich der Sportwagen so programmieren, dass er an bestimmten, wiederkehrenden Stellen - beispielsweise Garagenauffahrten - automatisch angehoben wird.

Porsche AG: Software-Update verspottet: „Mein Tesla hat im selben Zeitraum zehn Software-Updates“

Bereits im September 2020 hatte Porsche den Taycan zum neuen Modelljahr aufgefrischt. Durch das Update sollen nun auch Kunden, deren Elektro-Sportwagen vorher vom Band lief, von den Neuerungen profitieren. Während die Porsche AG das Update groß ankündigte, reagierten Tesla-Fans eher milde begeistert. „Das erste Update sechs Monate später? Und das sind News? Mein Tesla hat im selben Zeitraum zehn Software-Updates erhalten, einfach so“, schreibt ein Nutzer in der Facebookgruppe „Elektroauto D-A-CH-FL“.

Im Gegensatz zu Updates bei Tesla läuft das Porsche-Update nicht „Over the Air“, wie die Software-Aktualisierung per Funk genannt wird. Weil Porsche-Fahrer für ihr Update in die Werkstatt fahren müssen, spotteten Tesla-Fans bereits über eine „rückständige Technologie“.

Zum aktuellen Porsche-Update meint nun ein weiterer Facebook-Nutzer: „Es ist schon erstaunlich, wofür die sich so feiern lassen. Da kann Tesla noch was lernen. Zumindest, wie man positive Berichte in die Medien bringt.“ Doch es gibt auch Porsche-freundliche Stimmen: „Man soll aber auch mal die Kirche im Dorf lassen“, mahnt ein Nutzer. „Ich fahre selber Tesla und nicht immer laufen alle Updates so, wie wir uns das gedacht haben.“ Auch Tesla sei nicht unfehlbar. „Außerdem: Ich finde es schon toll, dass auch Deutsche Autobauer beginnen umzudenken - wenn auch zögerlich.“

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