Dank Graphen-Technologie

Blamage für Porsche: Chinesisches E-Auto lädt in nur 8 Minuten

Ein Porsche Taycan fährt auf einer Autobahn.
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Knackpunkt bei E-Autos: Ladezeit und Reichweite sind potenziellen Kunden wichtig. Porsche wurde dabei jetzt von einem chinesischen Hersteller geschlagen.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Damit sich E-Autos von Porsche und Co. durchsetzen, müssen Hersteller deren Schwächen beseitigen. Bei Reichweite und Ladezeit ist eine chinesische Marke jetzt ein ganzes Stück weiter.

Stuttgart - Bei der Entwicklung von E-Autos gibt es für Hersteller wie Porsche noch viele Bereiche zu optimieren. Es geht nicht nur darum, die CO2-Bilanz der E-Mobilität zu verbessern, sondern auch die Reichweite und Ladezeit der Batterien für potenzielle Kunden attraktiver zu machen.

Zudem pochen Fahrzeughersteller wie die Porsche AG auch auf den Ausbau der Lade-Infrastruktur. Deutschland verhindert diese wichtige Voraussetzung für den E-Auto-Boom bislang noch. Bei Ladezeit und Reichweite von E-Autos machen Fahrzeughersteller hingegen konstant Fortschritte. Während die Reichweite für einige Konzerne wie Porsche nicht die oberste Priorität genießt, zeigt der Sportwagenhersteller im Bereich Ladezeit gewaltige Ambitionen. Porsche will mit Hochleistungsbatterien das Laden in weniger als 15 Minuten ermöglichen.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Während hierzulande bei der Produktion von E-Autos auf Porsche, Daimler und Co. geschaut wird, boomt der Markt für elektrische Fahrzeuge auch anderswo. Allein in China gibt es unzählige Automarken, von denen in Deutschland wohl nur die wenigsten überhaupt gehört haben. Wie das Portal efahrer berichtet, hat eine dieser chinesischen Marken jetzt wohl einen entscheidenden Schritt beim Thema Ladezeiten gemacht.

Porsche abgehängt: E-Auto aus China lädt offenbar in nur acht Minuten

Mit seinem ersten E-Auto, dem Taycan, erzielte Porsche bereits einen Absatzrekord. Allerdings beträgt laut efahrer die Ladezeit des Porsche Taycan bei einem leeren Akku (5 Prozent) bis 80 Prozent 22,5 Minuten. Voraussetzung ist zudem eine 800-Volt-Ladesäule. Damit ist der Sportwagenhersteller von seinem ambitionierten Ziel noch ein Stück weit entfernt.

Fahrer von Verbrennern müssten sich aber nur dann überhaupt nicht umgewöhnen, wenn die Ladezeit noch radikaler reduziert würde. In Deutschland dauert der gesamte Tankstopp beim Verbrenner aktuell im Schnitt nur fünf Minuten. Der chinesische Fahrzeughersteller GAC kommt diesem Ziel schon sehr nahe. Ein ausschließlich für den chinesischen Markt konzipiertes E-Auto braucht laut efahrer nur acht Minuten, um zu 80 Prozent geladen zu sein.

Chinesische Marke schlägt Porsche: E-Auto-Boom in großem Maßstab und mit Hightech

Allerdings läuft in China bei den Fahrzeugherstellern auch einiges anders als in Deutschland. Die chinesischen Marken denken offenbar in größeren Dimensionen. Allein GAC plant aktuell zwölf neue E-Modelle. Die schnellen Ladezeiten seien laut efahrer im Übrigen nicht schädlich für die Batterie der E-Autos. Ermöglicht wird das durch Graphen, einem neu entdeckten Material, das besondere elektronische Eigenschaften besitzt.

Dadurch soll die Batterie des chinesischen E-Autos bis zu einer Million Kilometer halten. Darüber hinaus peilt GAC auch bei der Reichweite einen Rekord an. Bis zu 1.000 Kilometer weit soll eine Ladung die Insassen des Modells bringen können.

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