E-Mobilität zahlt sich aus

„Beginn einer neuen Ära“: Elektrischer Taycan jetzt meistverkaufter Porsche in Europa - noch vor 911

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, steht auf der Weltpremiere vor dem Porsche Taycan.
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Porsche AG: Elektrischer Taycan jetzt meistverkaufter Porsche in Europa - noch vor 911
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Die Porsche AG aus Stuttgart brachte vor einem Jahr ihren ersten vollelektrischen Sportwagen auf den Markt. Der Taycan ist inzwischen das meistverkaufte Fahrzeug des weltbekannten Herstellers in ganz Europa - damit schlägt er sogar den 911.

Stuttgart - Mit einer beeindruckenden Weltpremiere zeitgleich auf drei Kontinenten präsentierte die Porsche AG aus Stuttgart im September 2019 ihren ersten vollelektrischen Sportwagen. Mit dem Taycan startete der weltbekannte Hersteller mit dem charakteristischen Pferde-Logo den Einstieg in die E-Mobilität. Der erste Porsche 911, auch Neunelfer oder nur Elfer genannt, wurde bereits im September 1963 vorgestellt. Der Sportwagen mit Verbrennungsmotor mauserte sich schnell zum beliebtesten Fahrzeug des Stuttgarter Herstellers. Der elektrische Taycan hat den Elfer jetzt jedoch vom Thron gestoßen, wie Car Industry Analysis über die Plattform Twitter mitteilte.

Porsche AG: E-Mobilität statt Verbrenner - Elektrischer Taycan schlägt Porsche 911

Die Porsche AG setzte großes Vertrauen in den vollelektrischen Taycan. „Der Taycan verbindet unsere Tradition mit der Zukunft. Er schreibt die Erfolgsstory unserer Marke fort - einer Marke, die seit mehr als 70 Jahren fasziniert und Menschen auf der ganzen Welt begeistert“, erklärte Porsche-Chef Oliver Blume bei der Weltpremiere in Berlin. „Dieser Tag markiert den Beginn einer neuen Ära.“ Dieses Vertrauen in die E-Mobilität hat sich für den Sportwagen-Hersteller nun scheinbar ausgezahlt. Laut einer Analyse der Auto-Experten Car Industry Analysis wurde der Taycan im August 1.183 mal verkauft, der bisherige Platzhirsch 911 kam dagegen nur auf 1.097 verkaufte Exemplare.

In der Statistik, die auf Daten des britischen Rechercheunternehmens Jato basiert, werden zwei Fahrzeuge der Porsche AG jedoch gesondert aufgezählt. Die Modelle Cayenne und Cayenne Coupé verkauften sich im August 2020 insgesamt 1.325 mal. Zusammengenommen wären sie damit sogar noch erfolgreicher als der Taycan.

Ungeachtet dessen steht dem elektrischen Sportwagen von Porsche wohl eine blühende Zukunft bevor. „Meine Vision ist, dass der Taycan die Ikone dieser neuen Ära wird, fast so etwas wie ein Synonym für rein elektrisch betriebene Sportwagen. So wie es der 911 in den vergangenen Jahrzehnten in seinem Bereich geschafft hat“, wird Michael Mauer, Leiter Style der Porsche AG, in einer Pressemitteilung vor der Weltpremiere zitiert.

In die Negativschlagzeilen schaffte er der vollelektrische Taycan der Porsche AG dank einer Testfahrt des Youtubers JP Kramer aus Dortmund. Mit einem Porsche Taycan Turbo S raste Kramer mit 142 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde durch eine Ortschaft, wie 24auto.de berichtet* - und kassierte dafür mehr als zehn Strafanzeigen. Das Video der Testfahrt verbreitete sich im Internet und sorgte für Empörung.

Porsche AG: Stuttgarter Hersteller verlässt sich nicht ausschließlich auf E-Mobilität

Die Konzentration auf die E-Mobilität scheint sich für die Porsche AG auszuzahlen, wie der Erfolg des Taycan beweist. Das Unternehmen aus der Landeshauptstadt verlässt sich jedoch nicht ausschließlich auf diese Technologie. Der Sportwagen-Hersteller kündigte erst kürzlich an, einen revolutionären Antrieb zu entwickeln, der weder E-Auto noch Wasserstoffantrieb ist. Porsche will die Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen vorantreiben und setzt auf die sogenannten „E-Fuel“. Laut Microsoft-Gründer Bill Gates könnte dieser Antrieb sogar die E-Batterie verdrängen. Bislang fahren die Stuttgarter mit dem Taycan und der E-Mobilität jedoch offenbar gut. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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