Ikone des Sportwagenherstellers

Porsche will beliebtestes Automodell weiterhin nur als Verbrenner bauen

  • Valentin Betz
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Eigentlich will auch die Porsche AG aus Stuttgart künftig verstärkt auf E-Mobilität setzen. Doch eine Ikone des Sportwagenherstellers soll davon in naher Zukunft nicht betroffen sein.

Stuttgart - Die Porsche AG arbeitet, wie andere Fahrzeughersteller auch, am Umstieg auf die E-Mobilität. Dabei ist der Sportwagenhersteller aus Stuttgart durchaus erfolgreich. Inzwischen ist der elektrische Taycan der meistverkaufte Porsche in Europa.

Entsprechend plant die Porsche AG, den Verbrenner abzuschaffen - sogar früher als gedacht. Doch obwohl der vollelektrische Taycan dem Sportwagenhersteller solche Erfolge beschert, soll ausgerechnet eine Porsche-Ikone zunächst von der Elektrifizierung ausgenommen werden: der 911.

Porsche setzt auf E-Mobilität statt Verbrenner - außer bei seinem bekanntesten Modell

Die Porsche AG ordnet dem Wandel zur E-Mobilität einiges unter. Wegen der E-Autos will Porsche sogar 10 Milliarden Euro sparen. Der Sportwagenhersteller plant darüber hinaus sogar Ausgaben für Infrastruktur: Porsche will ein exklusives Ladestationen-Netz nur für die eigenen E-Autos. Doch diese mutige Strategie endet offenbar beim Porsche 911.

Das verriet Porsche-CEO Oliver Blume jetzt gegenüber dem Autoblog. „Der Porsche 911 ist unsere Ikone und wir werden ihn weiterhin mit Verbrennungsmotor bauen, das ist ganz klar“, so Oliver Blume gegenüber Autoblog. Das soll in naher Zukunft auch so bleiben. „Um ganz deutlich zu sein: In diesem Jahrzehnt wird der 911er ein Verbrenner bleiben“, erklärte der Porsche-CEO weiter.

Porsche 911 bleibt vorerst Verbrenner - das hat auch technische Gründe

Wie Autoblog schreibt, bleibt die Porsche AG mit dieser Entscheidung ihren Traditionen treu. Laut Porsche-Vorstand Oliver Blume hat die Entscheidung, den Porsche 911 zunächst nicht zu elektrifizieren, aber auch ganz einfach technische Gründe.

Porsche-Ikone: Der 911 steht sinnbildlich für den Sportwagenhersteller aus Stuttgart - und wird deshalb in naher Zukunft kein E-Auto.

Denn selbst wenn der Sportwagenhersteller den 911 zum E-Auto umbauen wollte, gäbe es dabei erhebliche Hürden zu überwinden, so Oliver Blume zu Autoblog. „Das Konzept des 911 erlaubt derzeit kein elektrische Variante, denn der Motor liegt hinten. Würden das Gewicht der Batterie dort liegen, könnte man das Auto gar nicht bewegen“, erklärt Oliver Blume.

Kein E-Auto: Porsche 911 bleibt Verbrenner - Alternativen könnten aber schon früher kommen

Während Porsche-Ceo Oliver Blume einem vollelektrischen Porsche 911 also zunächst eine Absage erteilt, zieht der Sportwagenhersteller Alternativen durchaus in Betracht. „Wir werden weiterhin über die Elektrifizierung des 911er nachdenken, beispielsweise als sportlicher Hybrid. An diesem Konzept arbeiten wir bereits“, so Oliver Blume zu Autoblog.

Darüber hinaus arbeitet Porsche auch noch an einem völlig neuem Antrieb, den E-Fuels. Auch diese könnten dem Porsche 911 zu einer nachhaltigen Zukunft verhelfen. Autoblog spekuliert zudem über den technologischen Fortschritt, der sich in zehn Jahren entwickelt - und durch leichtere Batterien auch dem 911er einen vollelektrischen Antrieb bescheren könnte.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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