Porsche Video-Serie

„Mein schlimmster Tag bei Porsche“: Mitarbeiter berichten von frustrierenden Situationen

Der Schriftzug und das Logo des Sportwagenherstellers Porsche vor der Konzernzentrale in Stuttgart-Zuffenhausen, Baden-Württemberg.
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Von einer Karriere bei Porsche träumen viele Bewerber
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Sportwagen der Porsche AG sind auf der ganzen Welt beliebt. Bei dem Stuttgarter Autobauer zu arbeiten ist für viele sicherlich ein Traumjob - doch auch in Zuffenhausen geht hin und wieder etwas schief.

Stuttgart - Die Porsche AG mit Sitz in der Landeshauptstadt Stuttgart steht für Luxus und Sportlichkeit. Die Sportwagen des Herstellers sind auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. Für viele Auto- und Motoren-Interessierte ist eine Karriere bei der Porsche AG sicherlich ein Traumberuf. Dass aber auch bei dem renommierten Autobauer aus dem Stadtteil Zuffenhausen nicht immer alles glatt läuft, weiß der Konzern selbst. In einer Video-Serie berichten Mitarbeiter von Porsche über frustrierende Situationen im Arbeitsalltag. Durch diese Offenheit wollen die Porsche-Recruiter noch attraktiver auf Kandidaten wirken.

Die Porsche AG setzt auf zukunftsweisende Technologien wie die E-Mobilität und ist nicht zuletzt deshalb für Bewerber besonders interessant. Mit dem Taycan hat der Hersteller sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Der Elektro-Sportwagen ist inzwischen das meistverkaufte Fahrzeug des Konzerns und überholte sogar den beliebten 911. Kürzlich kündigten die Stuttgarter weitere E-Autos an, darunter auch den SUV Macran Elektro.

Porsche AG: Neue Kampagne gibt ungewöhnliche Einblicke in den Arbeitsalltag

In der Video-Serie der Porsche AG berichten Mitarbeiter über negative Erlebnisse im Arbeitsalltag. Laut dem Stuttgarter Autobauer sollen die Videos neugierig machen und potentiellen Bewerbern die Möglichkeit bieten, sich über Porsche als Arbeitgeber zu informieren.

Eine Mitarbeiterin beschreibt beispielsweise einen besonders heiklen Moment. Kurz vor der Vorstandspräsentation habe sie eine neue Software-Version auf ein Fahrzeug überspielt - nur leider habe es sich um die Falsche gehandelt. Ein anderer Mitarbeiter erzählt von einem neu entwickelten Roboter, der trotz langer und intensiver Vorbereitungszeit bei seiner Präsentation einfach nicht funktionieren wollte.

Für drei andere Mitarbeiter der Porsche AG entwickelte sich ein ehrgeiziges Projekt zur Pleite. Sie wollten die anderen Mitarbeiter zu einer Befragung motivieren und bestellten insgesamt 12.000 Tassen mit Porsche-Logo. In der Logistik wusste man von der Bestellung auf sechs Paletten jedoch nichts. Für die Paletten mit einer Höhe von 1,80 Metern war im Lager schlichtweg kein Platz.

Eine digitale Informationsveranstaltung lief ebenfalls nicht wie gedacht. Am Ende lag die Teilnehmerzahl des virtuellen Meetings, das auf 250 Personen begrenzt war, bei über 600 Personen. Sogar die Veranstalter selbst flogen aufgrund der Zahl aus der Videokonferenz.

Ein weiteres Video der Kampagne der Porsche AG beschäftigt sich ganz untypisch für den Sportwagenbauer mit mangelnder Geschwindigkeit. „Wenn dir ein Start-Up ins Gesicht sagt: Ihr seid langsamer als andere und du bist Porsche, dann weißt du, dass du ein Problem hast“, sagt ein Mitarbeiter, der die Zusammenarbeit des Konzerns mit Startups koordiniert. Was alle Videos jedoch gemeinsam haben: Die Mitarbeiter schildern, wie sie das jeweilige Problem angegangen sind und gemeinsam mit Kollegen lösen konnten.

Porsche AG: Video-Serie soll zeigen, wie die Mitarbeiter schwierige Situationen meistern

Mit der Kampagne will die Porsche AG ihre Mitarbeiter nach eigenen Angaben nicht vorführen. Vielmehr sollen die Videos zeigen, dass solche Situationen zum Alltag gehören und vor allem, wie man sie mit „einer Menge Improvisationstalent, Risikobereitschaft und Teamgeist“ löst. Die Positionierung für mögliche Bewerber ist jedoch nicht das einzige Ziel der Kampagne. Sie stärkt auch eine positive Fehlerkultur innerhalb des Konzerns.

Die Personalentwicklung hat die Initiative #neverstoplearning gegründet. Laut Porsche AG gehe es darum, schlechte Tage und Situationen als Lernchance zu begreifen. „Denn Lernen ist vielseitig und passiert eben meist da, wo auch mal etwas schiefgeht“.

Das Coronavirus hat massive Auswirkungen auf die Fahrzeugbranche. Die Porsche AG machte in der Krise jedoch einen Milliardengewinn und steht somit besser da als alle anderen europäischen Autohersteller.

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