E-Sportwagen aus Kroatien

Angst-Gegner für Porsche-Taycan? „Hypersportwagen“ mit über 1.900 PS kommt auf den Markt

Ein Prototyp des Rimac C Two mit hochgeklappter Tür auf einer Teststrecke.
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Der E-Sportwagen Rimac C Two könnte ein großer Konkurrent für den Porsche Taycan werden.
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Die Porsche AG feiert mit dem elektrischen Taycan bereits große Erfolge. In Kürze soll jedoch ein starker Konkurrent mit über 1.900 PS auf den Markt kommen.

Stuttgart - Die Porsche AG aus der Landeshauptstadt Stuttgart ist weltweit für ihre beliebten Sportwagen bekannt. Die Modelle mit dem charakteristischen Pferdelogo zeichnen sich durch Luxus und Sportlichkeit aus und haben eine hohe Anzahl an Pferdestärken unter der Haube. Die VW-Tochter stellte im vergangenen Jahr ihren ersten vollelektrischen Sportwagen vor und feiert mit dem Modell bereits große Erfolge. Der Taycan ist inzwischen das meistverkaufte Porsche-Modell in Europa und knackte im vergangenen Jahr einen E-Auto-Meilenstein. Der Stuttgarter Hersteller verkaufte im Jahr 2020 rund 20.000 Modelle des schnittigen Stromers.

Im Bereich der Supersportwagen sind die größten Konkurrenten der Porsche AG eigentlich die italienischen Hersteller Ferrari und Lamborghini. Letzter Hersteller gehört im Übrigen wie auch Porsche zur Volkswagen AG. Durch die immer weiter fortschreitende Entwicklung im Feld der E-Autos entstehen jedoch auch immer mehr sogenannte „Hypersportwagen“, die elektrisch angetrieben werden. Einer davon, der C Two des kroatischen Herstellers Rimac, soll nach langer Wartezeit in wenigen Monaten auf den Markt kommen, wie das Portal efahrer.chip.de berichtet. Der Supersportwagen hat einige beeindruckende Features, die sogar Porsche, Ferrari und Lamborghini das Fürchten lehren könnten.

Porsche AG: Starke Konkurrenz für den Taycan kommt aus Kroatien - was kann der Hypersportwagen?

Obwohl die Sportwagen der Porsche AG in der Landeshauptstadt Stuttgart oftmals auf den Straßen zu bestaunen sind, sind die Modelle nicht gerade etwas für den kleinen Geldbeutel. Auch der erfolgreiche E-Sportwagen Taycan kostet mindestens stolze 100.000 Euro. Ein russischer YouTuber fuhr kürzlich allerdings mit einem 175.000-Euro-Porsche durch ein Schaufenster. So viel Geld muss jedoch nicht für jeden Porsche-Sportwagen auf den Tisch geblättert werden. Der Stuttgarter Hersteller brachte vor wenigen Wochen das bislang günstigste E-Auto auf den Markt.

Der in wenigen Monaten vom Band laufende Rimac C Two schlägt in Sachen Preis wohl aber auch das teuerste Modell der Porsche AG. Mal ausgenommen von einem streng limitierten Porsche-Modell, das beim Luxus sogar für den Sportwagenhersteller einmalig ist. Der C Two des kroatischen Autobauers Rimac hat in der Vergangenheit bereits viele Vorschusslorbeeren einheimsen können und soll in diesem Jahr endlich auf den Markt kommen. Die Leistungsdaten des Hypersportwagens sind durchaus beeindruckend. So soll das E-Auto offenbar über 1.914 Pferdestärken verfügen und mit 2.300 Nm maximalem Drehmoment eine irres Tempo von 412 Kilometern pro Stunde erreichen können, wie 24auto.de* berichtet. Im Vergleich dazu kommt der Porsche Taycan nur auf eine maximale Geschwindigkeit von 260 Kilometern pro Stunde.

Taycan-Konkurrent C Two: Produktion in kleiner Auflage mit stolzem Preis

Ein viel diskutiertes Manko bei den E-Autos stellt die verhältnismäßig geringe Reichweite pro Akkuladung dar. Davon sind auch die elektrischen Sportwagen wie der Taycan der Porsche AG nicht ausgenommen. Im vergangenen Jahr traten der Taycan und das Tesla Model 3 bei einem Autorennen durch Deutschland an. Der E-Sportwagen aus Stuttgart musste sich aufgrund des hohen Verbrauchs zwar mit dem zweiten Platz zufriedengeben, überzeugte jedoch durch die schnelle Ladeleistung.

Damit soll auch der Hypersportwagen C Two von Rimac überzeugen, der laut efahrer.chip.de auf 80 Prozent Leistungsfähigkeit innerhalb einer halben Stunde kommen soll. Die elektrische Reichweite des kroatischen Modells soll durch ein 120-KWh-Akkupaket bei rund 550 Kilometern liegen.

Während der Taycan der Porsche AG innerhalb Europas sogar schon häufiger verkauft wurde als der beliebte 911, soll der kroatische Konkurrent in diesem Jahr erst mal in kleiner Auflage auf den Markt kommen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sollen im Jahr 2021 maximal 15 bis 20 Serienfahrzeuge des Rimac C Two entstehen, wie efahrer.chip.de berichtet. In Zukunft seien jedoch je nach Marktlage und Nachfrage 100 bis 150 Fahrzeuge denkbar.

Bislang ist noch nicht bewiesen, ob der Rimac C Two den Vorschusslorbeeren auch gerecht werden kann. Sollte der Hypersportwagen mit rein elektrischer Leistung jedoch tatsächlich solche beeindruckenden Werte erreichen, müssen sich sogar Porsche, Ferrari und Lamborghini warm anziehen. Dennoch bleibt der C Two wohl ein Fahrzeug für wenige, der Sportwagen soll nämlich nicht unter dem Preis von einer Million Euro zu haben sein. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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