Ungewöhnliche Design-Studie

Fotos aufgetaucht: Porsche arbeitet an einem geheimen elektrischen Modell

Ein Porsche-Logo wird an einem Sportwagen des Autobauers angebracht.
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Porsche bastelt insgeheim an einem Bulli.
  • Valentin Betz
    vonValentin Betz
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Das Design von Porsche hat die Marke weltweit bekannt gemacht. Jetzt hat der Sportwagenhersteller eine Konzeptstudie veröffentlicht - mit sehr ungewöhnlicher Optik.

Stuttgart - Die Porsche AG mit Sitz in Stuttgart ist immer für eine Überraschung gut. Zuletzt hatte der Sportwagenhersteller trotz der Corona-Pandemie Gewinn gemacht. Damit ist Porsche nahezu einzigartig in der Autobranche. Der Erfolg könnte aber auch damit zusammenhängen, dass der Konzern gern eigene Wege geht.

So will Porsche in zehn Jahren einen neuen Antrieb serienmäßig einsetzen. Denn beim Sportwagenhersteller glaubt man nicht, dass E-Autos in Zukunft reichen - und entwickelt deshalb auch synthetische Kraftstoffe, sogenannte eFuels. Trotzdem treibt Porsche auch die E-Mobilität voran, auch wenn der vollelektrische Taycan von Tesla-Fans verspottet wurde.

Der Taycan wird bald Gesellschaft bekommen. Der geheime Prototyp des Porsche Macan Elektro hat auffällige Ähnlichkeit zu Tesla. Darüber hinaus arbeitet Porsche auch immer wieder an Studien. Eine davon wurde jetzt veröffentlicht. Auf den ersten Blick sieht sie so gar nicht wie ein Porsche aus.

Porsche AG: Im Entwicklungszentrum in Weissach dürfen Designer Träume ausleben

Die Porsche AG betreibt in Weissach ein Entwicklungszentrum. Dort toben sich die Designer des Sportwagenherstellers aus Stuttgart aus und entwickeln Studien am laufenden Band. Viele davon schaffen es nie zur Serienreife - und sollen das auch gar nicht.

Das Magazin t3n hat jetzt Bilder einer solchen Studie veröffentlicht. Im Gegensatz zu den typischen Sportwagen erkennt man dabei aber nicht auf den ersten Blick, dass es sich um einen Porsche handeln soll. Denn das Fahrzeug ist ein elektrischer Minibus.

Porsche entwirft im Geheimen einen elektrischen Minibus

Die Studie trägt laut t3n den Namen „Porsche Vision Race Service“ und ist ganz in Rot gehalten. An den Seiten trägt der Minibus die Aufschrift „Porsche Renndienst“. Obwohl es sich eindeutig um einen Kleinbus handelt, wirkt die Porsche-Studie sportlich und futuristisch. Anstatt der traditionell großen Frontscheinwerfer ist der E-Minibus auf jeder Seite mit vier engen LED-Schlitzen versehen.

Auf höher der Rückbank gibt es bei dem Porsche-Minibus zwar keine Fenster, dafür ist das Dach aber größtenteils verglast. Das Besondere an der Studie: Laut dem Magazin Electic Drive ist sie sogar noch vor dem ersten E-Auto von Porsche entstanden, dem Taycan.

Elektrischer Minibus von Porsche: Produktion in Serie eher unwahrscheinlich - trotz großer Beliebtheit

Auch wenn der „Porsche Renndienst“ auf den Bildern schon sehr serienreif daher kommt, ist fraglich, ob man den Minibus jemals wird kaufen können. Electric Drive will das dennoch nicht ganz ausschließen - und nennt die SUV von Porsche als Beispiel: „Hätte man uns vor dreißig Jahren gesagt, dass der Sportwagenhersteller irgendwann einmal mehr geländegängige Fahrzeuge als reinrassige Sportwagen baut, dann hätten wir vermutlich auch mit den Augen gerollt.“

Unter einem YouTube-Video zu dem Minibus von Porsche, das Electic Drive veröffentlichte, sammeln sich bereits die Fans des „Porsche Renndienst“.

„Wunderschöne Studie“, heißt es in einem Kommentar. Ein anderer Nutzer bettelt fast schon: „Bauen, bauen unbedingt bauen.“ Oder wie es ein Tweet zusammenfasst: „Shut up and take my money!“ - also: „Halt den Mund und nimm mein Geld!“ Wer weiß, vielleicht lässt sich die Porsche AG davon ja überzeugen.

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