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Porsche durchbricht „Schallmauer“ und verkauft so viele Autos wie nie zuvor

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Von: Valentin Betz

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Fahraufnahme eines Porsche Taycan GTS Sport Turismo
Porsche verkaufte allen Widrigkeiten zum Trotz im Jahr 2021 so viele Sportwagen wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Dabei half dem Konzern auch der vollelektrische Taycan. © Porsche

Die Porsche AG erweist sich als krisenresistent. Trotz vieler Belastungen schloss der Sportwagenhersteller aus Stuttgart 2021 mit einem Verkaufsrekord ab.

Stuttgart - Die Wirtschaft in Baden-Württemberg leidet noch immer unter der Corona-Pandemie - einige Unternehmen mehr, andere weniger. Die Porsche AG gehört eher zur zweiten Kategorie, wie die veröffentlichten Absatzzahlen zeigen.

Der Sportwagenhersteller hatte wie andere Konzerne nicht nur mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen, sondern auch mit der wachsenden Bedeutung von E-Autos und der globalen Chipkrise. Wie das Handelsblatt berichtet, trug letztere im Falle von Porsche aber sogar noch zu den guten Absatzzahlen bei.

Absatz von Porsche: E-Autos und Chipkrise helfen dem Sportwagenhersteller

Erstmals in der Geschichte der Porsche AG konnte das Unternehmen weltweit mehr als 300.000 Fahrzeuge verkaufen. Das bedeutet für den Sportwagenhersteller ein Wachstum von elf Prozent. Laut Handelsblatt konnte Porsche seinen Absatz binnen zehn Jahren verdreifachen. Möglich machte das auch das bislang einzige E-Auto des Herstellers. Das Rekord-Ergebnis des Porsche-Taycan schlug sogar die Ikone 911. Im zweiten vollen Verkaufsjahr brachte der Konzern aus Stuttgart 41.300 davon an seine Kunden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Porsche 28,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und einen Gewinn von 4,4 Milliarden Euro vor Steuern verzeichnet. Das dürfte auch den Mutterkonzern Volkswagen freuen, wobei dieser am starken Abschneiden von Porsche im zurückliegenden Jahr indirekt seinen Anteil hat. Denn im Gegensatz zu anderen Herstellern wie Mercedes-Benz litt Porsche erstaunlich wenig an der weltweiten Chipkrise, da VW seine Sportwagen-Tochter bei der Belieferung der wertvollen Bauteile bevorzugte.

Porsche mit starken Absatzzahlen - trotz Corona und dank USA sowie China

Was die E-Mobilität angeht, hat Porsche zwar noch Nachholbedarf - unter den beliebtesten E-Autos in Deutschland 2021 befand sich weder Porsche, noch Mercedes-Benz - ansonsten hat der Sportwagenhersteller aber nur wenig Grund zur Klage. Wie das Handelsblatt schreibt, hätte Porsche die „Schallmauer“ von 300.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr ohne das Coronavirus sogar schon 2020 durchbrochen.

Bislang scheint auch noch kein Ende der positiven Entwicklung in Sicht. „Die Nachfrage ist weiterhin hoch, unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt“, erklärte Porsche-Vertriebschef Detlev von Platen dem Handelsblatt. Gleichzeitig betonte er, trotz starker Absatzzahlen weiterhin auf Exklusivität statt hoher Stückzahlen setzen zu wollen. Das wissen offenbar besonders die Kunden in den USA und China zu schätzen. In Amerika schaffte Porsche nämlich ein Plus von 22 Prozent, in China immerhin 8 Prozent - wobei das Land mit 95.700 verkauften Porsches weiterhin der größte Einzelmarkt bleibt.

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