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Porsche-Boss spottet gegen autonomes Fahren - „wir bauen keine Schlafwagen“

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Von: Franziska Vystrcil

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Porsche-Chef Oliver Blume neben einem Taycan.
Porsche-Chef Oliver Blume glaubt an das E-Auto. In Sachen autonomes Fahren zeigt er sich jedoch skeptisch. © dpa/IMAGO/BW24 Collage

Die Porsche AG treibt die Elektrisierung ihrer Modelle voran. Autonomes Fahren passe hingegen nicht zum Autobauer aus Stuttgart, meint Porsche-Chef Oliver Blume.

Stuttgart/Los Angeles - Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie autonomes Fahren gestalten die Zukunft der Automobilindustrie. Die Porsche AG hat hierfür bereits alle Weichen gestellt. Mit dem Porsche Taycan etwa konnte der Autobauer einen Rekord verbuchen, verkaufte von dem E-Modell sogar mehr als von der Ikonenserie 911.

Das erfolgreichste Porsche-Modell ist der Taycan allerdings noch nicht. Auf Platz eins kam in diesem Jahr der Cayenne, gefolgt vom Macan. Im kommenden Jahr soll auch der Macan eine E-Version erhalten, ein neuer Taycan ist ebenfalls geplant. Ein wichtiger Schritt in der E-Auto-Strategie, wie Porsche-Chef Oliver Blume nun bei der Autoshow in Los Angeles verriet. Doch nicht alle Neuerungen und Innovationen stoßen bei Blume auf Unterstützung.

Porsche: Chef Oliver Blume skeptisch bei autonomem Fahren - „Fahrspaß“ steht im Mittelpunkt

Auf sein erstes E-Auto ist der Autobauer aus Stuttgart allerdings besonders stolz. „Der Taycan ist ein wichtiger Meilenstein unserer Strategie. Er ist ein elektrisches Fahrzeug und zugleich hundert Prozent Porsche“, sagte Oliver Blume auf der Ausstellung laut motor.at. Insgesamt komme man mit der Elektrifizierung der Fahrzeuge besser voran als gedacht, so der Porsche-Chef weiter. Mehr als 40 Prozent aller in Europa verkauften Porsche seien elektrifiziert, als Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch. Der Autobauer setzt sich zudem ein hohes Ziel für die Zukunft: „Diesen Anteil wollen wir bis 2025 auf 50 Prozent weltweit steigern; 2030 auf 80 Prozent“, sagte Oliver Blume.

Doch wie sieht es mit dem Klassiker, dem Porsche 911, aus? Lange wurde spekuliert, ob der Sportwagen eine elektrische Version bekommt. Aber der Konzern hält am bisherigen Konzept fest: Die Ikone 911 soll es weiterhin nur mit Verbrennermotor geben. Eine „sportliche Hybridisierung“ schloss Oliver Blume in Los Angeles aber für die Zukunft nicht aus.

Auch in Sachen autonomes Fahren vertritt der Porsche-Chef eine klare Meinung. „Ich verspreche Ihnen, dass ein Porsche immer ein Lenkrad haben wird, dass es immer um Fahrspaß gehen wird“, betonte Blume. Zwar seien manche Applikationen auch für Porschefahrer interessant, etwa beim Parken oder im Stau, jedoch wolle man solche Technologien nur einsetzen, wenn diese „reif sind und für unsere Fahrzeuge einen Sinn ergeben“. Oliver Blume betonte: „Unterm Strich ist es aber so, dass wir bei Porsche Sportwagen bauen und keine Schlafwagen.“

Porsche-Chef Oliver Blume: „Die Elektromobilität überzeugt mich“

Oliver Blume ist selbst Fan von E-Autos. „Ich fahre sehr gerne 911 Targa, aber mein Hauptfahrzeug ist derzeit ein Taycan Cross Turismo, weil mich die Elektromobilität überzeugt und das Fahrzeug extrem leichtfüßig ist.“

Der Porsche-Chef ergänzte: „Die Elektromobilität wird die Technologie der Zukunft sein, aber wir haben noch einen langen Weg zu gehen.“

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