Insel Usedom

Waghalsiges Manöver: Porsche-Fahrer rast in letzter Minute über sich öffnende Brücke

Riskantes Manöver: Anstatt anzuhalten, beschleunigte ein Porsche-Fahrer, um noch rechtzeitig über die sich öffnende Peenebrücke zu kommen (Symbolbild).
+
Riskantes Manöver: Anstatt anzuhalten, beschleunigte ein Autofahrer seinen Porsche (Symbolbild), um noch rechtzeitig über die sich öffnende Peenebrücke (links im Bild) zu kommen.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
    schließen

Im Straßenverkehr werden Situationen oft falsch eingeschätzt, was sehr gefährlich werden kann. Ein Porsche-Fahrer hatte auf der Insel Usedom jetzt erstaunliches Glück.

Stuttgart/Usedom - In letzter Zeit ist die Porsche AG mit Sitz in der Landeshauptstadt Stuttgart meist im Zusammenhang mit dem Wandel zur E-Mobilität in den Schlagzeilen. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart kämpft ebenso wie die Konkurrenz damit, möglichst viele E-Autos zu produzieren und für die Zukunft gerüstet zu sein.

Dabei schlagen nicht nur die Entscheidungen von Porsche selbst Wellen in den Medien. Oft sind es die Kunden und Porsche-Fahrer, die ins Zentrum der medialen Berichterstattung rücken. Beispielsweise blieb Anfang des Jahres ein Porsche-Fahrer auf der verschneiten Autobahn stecken, weil er sich keine Winterreifen leisten konnte.

Im Mai sorgte ein Porsche-Fahrer auf andere Weise für Aufsehen. Sein goldener Porsche wurde von der Polizei abgeschleppt, die Geschichte des Besitzers war haarsträubend. Auf Usedom hat jetzt ein Porsche-Fahrer wieder für Ärger gesorgt. Dabei hätte sein riskantes Manöver durchaus tragisch enden können.

Usedom: Porsche-Fahrer greift zu riskantem Manöver, anstatt anzuhalten

Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, war der Porsche-Fahrer bereits am Sonntag auf dem Weg von Usedom zurück auf das Festland. Die Insel ist über zwei Brücken für den Autoverkehr zugänglich, der Porsche-Fahrer wählte die Peenebrücke in Wolgast. Das Bauwerk ist 250 Meter lang, in der Mitte lässt sich ein Teil hochklappen, damit der Schiffsverkehr passieren kann. Neben dem Straßenbelag führen auch Schienen für die Bahn über die Brücke.

Im Normalfall gibt es gleich mehrere Warnsignale, die Autofahrer darauf hinweist, wenn die Peenebrücke für den Schiffsverkehr hochgeklappt werden muss. Der Porsche-Fahrer hatte es aber offenbar nicht nur besonders eilig, sondern ignorierte auch noch sämtliche Signale.

Porsche-Fahrer auf Usedom: Sämtliche Warnsignale mit riskantem Manöver ignoriert

Sobald die Peenebrücke in Wolgast die Klappe für den Schiffsverkehr hochfährt, schaltet eine Ampel für Autofahrer auf Rot. Dazu ertönt eine schrille Klingel, die möglicherweise abgelenkten Fahrern auch noch ein akustisches Signal gibt.

Beide Warnsignale ignorierte der Porsche-Fahrer aber offenbar, als er die Peenebrücke von Usedom kommend überqueren wollte. Stattdessen beschleunigte der Porsche laut Ostsee-Zeitung ordentlich, um noch rechtzeitig über die Brücke auf das Festland zu gelangen. Allerdings stieß er dabei auf das dritte Warnsignal: Eine bereits geschlossene Schranke auf der Festlandseite. Also umfuhr der Porsche-Fahrer auch dieses Hindernis, bevor die Brücke knapp hinter dem Porsche hochklappte.

Laut der Ostsee-Zeitung sind Manöver wie das des Porsche-Fahrers auf der Peenebrücke inzwischen keine Seltenheit mehr, da der Verkehr auf der Strecke immer dichter wird. Für die Gesundheit des Fahrers ging die Situation jedenfalls glimpflich aus. Ob der Fahrer eine Strafe fürchten muss, ist derzeit nicht bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare