Auslieferungsrekord bestätigt Kurs

Porsche-Chef feiert Alternative zum E-Auto: „Das wird ein Milliardenmarkt“

Porsche-Chef Oliver Blume.
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Porsche-Chef Oliver Blume sieht die Luxus-Automarke mittels innovativer Ideen und Investitionen auch in der Zukunft gut aufgestellt.
  • David Frey
    VonDavid Frey
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Die Porsche AG befindet sich trotz der Chipkrise weiter im Aufschwung. CEO Oliver Blume sieht besonders großes Potential in einem alternativen Antrieb.

Stuttgart - Nachdem Porsches erstes E-Modell Taycan trotz Chipmangel einen Absatzrekord erzielte, konnte der Stuttgarter Autobauer bis zum dritten Quartal 2021 insgesamt knapp 218.000 Fahrzeuge ausliefern. Dies entspricht einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt einen weiteren Rekord dar.

Bemerkenswert: Erstmals verkaufte der Sportwagenhersteller über eine Zeitspanne von drei Monaten mit 28.640 Taycan-Modelle mehr als vom Ikonenmodell Porsche 911, berichtete das Handelsblatt. Porsche-CEO Oliver Blume erkannte in dieser Entwicklung auf dem Auto-Gipfel 2021 eine Bestätigung des eingeschlagenen Wegs, viele Ressourcen für den Ausbau der E-Mobilität zu verwenden. „50 Prozent der Taycan-Fahrer sind Neukunden“, so der 53-Jährige.

Porsche AG setzt auf innovative Ideen und investiert in eigenen E-Fuel-Antrieb

Inzwischen machen E-Modelle der Porsche AG 40 Prozent des Absatzes aus. Bis 2030 sollen 80 Prozent aller verkauften Fahrzeuge reinelektrisch oder hybridisiert sein.

Oliver Blume blickt der Zukunft optimistisch entgegen und ist überzeugt, dass der positive Trend mittels innovativer Ideen und Investitionen beibehalten werden kann. Unter anderem entwickelt Porsche einen E-Fuel-Antrieb, der laut Bill Gates der reinen E-Mobilität sogar überlegen sein kann.

Porsche AG nimmt Pionier-Funktion im VW-Konzern ein

Außerdem stecken die Zuffenhausener insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in Nachhaltigkeitsprojekte, um neue erneuerbare Energiequellen zu erschließen. Beispielsweise will Porsche in einer einzigartigen Fabrik in Chile aus Windenergie künstlichen Sprit herstellen, um auch seine Verbrenner-Modelle klimafreundlich zu befeuern. „Das wird ein Milliardenmarkt“, zeigte sich Blume überzeugt. Bereits im kommenden Jahr soll der erste synthetische Kraftstoff im Rennsport eingesetzt werden.

Was Blume außerdem zuversichtlich stimmt, ist die Pionier-Funktion der Porsche AG innerhalb des VW-Konzerns. „Vorteil im Premiumsegment ist, dass die Kunden bereit sind, mehr Geld für Innovation in die Hände zu nehmen“, so der CEO.

So würden Kunden beispielsweise beim Kauf eines Taycan der Porsche AG das integrierte 800-Volt-System schätzen, über das ein schnelleres Aufladen der Batterie ermöglicht wird. Und das Luxus-Paket im E-Bereich wird ständig erweitert: Porsche baut derzeit Ladeparks mitten in den Alpen, in denen der Kunde auf dem Weg nach Italien oder Österreich seinen Wagen an einer exklusiven Ladesäule aufladen und währenddessen im Café oder in einer Lounge verweilen kann.

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