Flucht endet in Kollision

Azubi klaut Porsche aus Werkstatt und fährt ihn zu Schrott

Ein Jugendlicher baute mit einem geklauten Porsche einen Unfall.
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Ein Jugendlicher baute mit einem geklauten Porsche einen Unfall (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Einmal ein Modell der Porsche AG fahren, dachte sich wohl ein Azubi aus Hamburg. Er klaute kurzerhand einen Sportwagen aus der Werkstatt und baute einen Unfall.

Stuttgart/Hamburg - Die Modelle der Porsche AG sind weltweit vor allem aufgrund ihrer Geschwindigkeit und der Luxusausstattung beliebt. Der Sportwagenhersteller aus der Landeshauptstadt Stuttgart feiert derzeit mit dem ersten vollelektrischen Modell Taycan große Erfolge. In der Fahrzeugflotte der VW-Tochter aus Zuffenhausen gilt der Porsche 911 jedoch noch immer als der Klassiker und als prototypischer Porsche-Sportwagen. Obwohl Porsche inzwischen stark auf die E-Mobilität und die elektrische Baureihe Taycan setzt, soll das beliebteste Modell auch weiterhin nur als Verbrenner gebaut werden.

Von einer Karriere bei der Porsche AG träumen wohl viele Auto- und Technikbegeisterte. Einigen würde es möglicherweise jedoch auch reichen, einmal ein Modell des Herstellers mit dem charakteristischen Pferde-Logo fahren zu dürfen. Das dachte sich wohl ein Werkstatt-Azubi aus dem Hamburger Stadtteil Othmarschen. Er entwendete einen Porsche 911 aus seinem Ausbildungsbetrieb und verursachte einen Unfall, heißt es in der Meldung der Polizei Hamburg. Bei der Kontrolle des erst 18-Jährigen fielen den Beamten gleich mehrere Dinge auf.

Porsche AG: Polizei entdeckt Neunelfer mit ausgeschalteten Scheinwerfern

Laut dem Polizeibericht entdeckte eine Steife am Sonntag, 27. Juni, in Hamburg einen fahrenden schwarzen Neunelfer der Porsche AG mit ausgeschalteten Scheinwerfern. Als die Beamten den Fahrer dazu aufforderten, den Sportwagen anzuhalten, widersetzte sich der 18-Jährige. Stattdessen beschleunigte er den Sportwagen, der je nach Ausstattung zwischen 385 und 640 PS unter der Haube hat, stark und versuchte dem Streifenwagen der Hamburger Polizei zu entkommen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Die kurze Flucht endete laut Polizeibericht in einer Linkskurve in der Dürerstraße in Othmarschen.

Bevor die Beamten der Polizei Hamburg den 18-jährigen Azubi im Neunelfer der Porsche AG einholen konnten, geriet dieser nach der Linkskurve zunächst auf die Gegenfahrbahn. Seine Flucht endete, als er mit zwei geparkten Volvo kollidierte.

Unfall mit geklautem Porsche: Azubi war alkoholisiert und hatte keinen Führerschein

Nachdem der Azubi mit dem geklauten 911 der Porsche AG auf die beiden geparkten Autos gekracht war, wurde der Unfallfahrer von der Polizei kontrolliert. Laut dem Polizeibericht fielen den Beamten gleich mehrere Aspekte auf. Zum einen hatte der 18-Jährige Deutsche keinen Führerschein, zum anderen stand er bei seiner wilden Fahrt mit dem Porsche unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,81 Promille. In Deutschland gelten 0,5 Promille als Grenze für das Autofahren ohne Strafe. Die Polizei Hamburg ordnete zusätzlich eine Blutprobenentnahme an.

Laut den Ermittlungen hatte der 18-Jährige den 911 der Porsche AG mitsamt Schlüsseln aus seinem eigenen Ausbildungsbetrieb, einer Kfz-Werkstatt, entwendet. Nach der Blutprobenentnahme wurde der Azubi wieder auf freien Fuß gesetzt. Laut der Polizei Hamburg lag kein Haftgrund vor. Der Porsche 911 und die beiden geparkten Volvo wurden bei dem Unfall stark beschädigt.

Noch schlimmer traf es dagegen vor wenigen Tagen einen Porsche 911 in der Hauptstadt der Philippinen. Die Regierung ließ Luxusautos von Porsche und Daimler mit Baggern zertrümmern. Die Luxuskarossen waren illegal in den Inselstaat geschmuggelt worden.

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