„Zukunftsweisender als der Taycan“

Verbrenner beerdigt: Porsche macht zahlreiche Modelle zum E-Auto

Ein Porsche 718 Boxster fährt auf einer Straße am Meer.
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Bald in der elektrischen Variante auf dem Markt: Der 718 Boxster von Porsche.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Nach dem großen Erfolg des elektrischen Taycan kündigt die Porsche AG einen nächsten Paukenschlag auf dem Weg zum E-Auto an: Die Baureihe 718 wird elektrisch.

Stuttgart - Die Porsche AG hat mit dem elektrischen Taycan große Erfolge gefeiert. Jetzt kündigte der Autobauer aus der Landeshauptstadt Stuttgart weitere E-Modelle an. Wie bereits bekannt, kommt 2022 als Nächstes die neue Generation des Kompakt-SUV Macan als reiner Stromer. Neu ist: Auch die 718-er Baureihe mit Boxster und Cayman wird bis 2024 elektrisiert. Porsche schafft den Verbrenner bis 2030 fast vollständig ab. Ziel ist es, bis dahin 80 Prozent der Fahrzeugflotte als E-Autos zu verkaufen.

Wie das US-Automagazin Car and Driver aus Insider-Kreisen erfuhr, soll die elektrische 718er-Baureihe 2024 auf den Markt kommen. Spekulationen darüber gab es schon im Frühjahr. „Wir haben nicht nur die Bestätigung erhalten, dass es sich um ein vollständig batterie-elektrisches Fahrzeug handeln wird, sondern auch, dass es sich grundlegend vom 911 unterscheiden wird - der, wie wir erfahren haben, seinen Verbrennungsmotor über das Jahr 2030 hinaus beibehalten und möglicherweise nicht einmal hybridisiert wird“, heißt es in dem Bericht des Automagazins.

Porsche AG: Vorgeschmack auf das Design der elektrischen 718er-Modelle auf der IAA

Die 718-er-Reihe werde weiterhin sowohl als Boxster als auch als Cayman verkauft, so Car and Driver. Der Karosseriestil werde relativ nah an den aktuellen Modellen bleiben, aber wie beim Taycan die neue „elektrische Front“ von Porsche mit breiteren Scheinwerfern umgesetzt. Es sei außerdem „fast 100-prozentig sicher“, dass der Boxster sein Stoffdeck beibehalten wird, anstatt zu einer Festdachlösung zu wechseln.

Einen Vorgeschmack auf das Design der zukünftigen 718-Modelle gab bereits die Studie „Mission R“ auf der IAA in München. Ohne die wilde Aerodynamik und mit weniger aggressivem Auftreten vermittelte Mission R einen guten Eindruck davon, wie ein 718 Cayman in der Serie aussehen könnte.

Elektrische 718er von Porsche: „futuristische Marke für junge Zielgruppe“

Laut Car and Driver soll das Interieur „das bisher futuristischste der Marke“ werden, „zukunftsweisender als der Taycan“ sowie ein „gewaltiger Sprung vom konservativ gestalteten aktuellen 718-er-Cockpit“. Dabei hat Porsche offenbar eine junge Zielgruppe im Blick: In China, dem wichtigsten Markt, liegt das Durchschnittsalter eines 718-Käufers bei gerade einmal 31 Jahren. „Das wird der modernste Porsche sein“, heißt es.

Sportwagenfans haben sich im Voraus Sorgen gemacht, dass elektrische 718-er-Modelle zu schwer werden könnte. Der elektrische Taycan bringt immerhin zwischen 2.072 Kilogramm für das Einstiegsmodell mit der kleinen Batterie und 2.358 Kilo für den Turbo S Cross Turismo auf die Waage. Die 718er sollen hingegen ein Leichtbauwunder sein. Das Zielgewicht liegt laut Insidern unter 1.656 Kilo.

Porsche AG: So sollen die 718-er-Modelle preislich liegen

Die Einstiegsversionen der elektrischen 718-er-Modelle sollen laut Car and Driver preislich deutlich unter dem 911 sowie in Reichweite der aktuellen 718-Generation bleiben. Zudem sollen die Modelle einen Heckmotor habe. Leistungsstärkere Versionen werden dem Bericht nach zusätzlich einen Frontmotor für Allradantrieb haben. Wie das Mission-R-Konzept und anders als der Taycan werden die nächsten 718-er einen Ein-Gang-Antrieb erhalten.

Was die Reichweite betrifft, soll der 718er mindestens 400 Kilometer am Stück fahren können, so Car and Driver. Dies sei laut Insidern das „akzeptable Minimum - mehr wäre besser.“ Porsche arbeite hart daran, sowohl die Reichweite als auch die Ladekapazität zu erhöhen. Bei der Leistung sollen die Spitzenversionen bis in den Bereich des 911er reichen.

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