Urlaub und Corona

Landesregierung: Kein Osterurlaub für Baden-Württemberger - auch nicht im eigenen Bundesland

Ein Familie aus Hannover besucht den Weltvogelpark Walsrode.
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Bei der Bund-Länder-Konferenz wird auch darüber entschieden, ob an Ostern Urlaub im eigenen Bundesland möglich sein soll.
  • Sabrina Kreuzer
    vonSabrina Kreuzer
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Der heutige Bund-Länder-Gipfel zum Coronavirus in Baden-Württemberg und deutschlandweit wird wohl Verschärfungen der aktuellen Corona-Regeln nach sich ziehen - Urlaub an Ostern ist unwahrscheinlich.

Stuttgart/Berlin - Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat die Tourismusbranche in ganz Deutschland lahmgelegt. Während Regionen wie der Schwarzwald im letzten Sommer noch überrannt wurden, sind mittlerweile alle Hotels und Gastronomien geschlossen. Restaurants dürfen nur noch Abhol- und Lieferservices anbieten. Viele stehen inzwischen am Rand des Ruins.

Erst vergangene Woche kritisierte ein Wirt aus dem Schwarzwald die Corona-Politik in einem Facebook-Post - geändert hat das nichts. Und auch der Bund-Länder-Gipfel, der am heutigen Montag stattfindet, scheint keine Besserung zu versprechen. Im Gegenteil: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rechnet sogar mit einer Verschärfung der Regeln.

SPD schlägt Osterurlaub in Baden-Württemberg vor, Kretschmann dagegen

Dem SWR sagte ein Regierungssprecher vor dem Bund-Länder-Gipfel am Montag, dass Urlaubsreisen an Ostern aus Sicht der baden-württembergischen Landesregierung „problematisch“ seien. Das liege vor allem an den stark steigenden Infektionszahlen: Das Land Baden-Württemberg meldete am Montagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 103,1. Die britische Mutante des Coronavirus ist weitaus ansteckender als die Grundform des Virus. Um weitere Kontakte zu vermeiden, könnten Urlaubsreisen nicht erlaubt werden, auch nicht innerhalb von Baden-Württemberg, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Dies berichtete auch echo24*.

Die Möglichkeit für kontaktarmen Urlaub im eigenen Bundesland zu machen, hatten die SPD-geführten Bundesländer vor der heutigen Bund-Länder-Konferenz allerdings ins Gespräch gebracht. Dabei soll ermöglicht werden, in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Appartements oder Wohnmobilen Urlaub zu machen und so den Kontakt zu fremden Personen zu minimieren. Ein Modellprojekt, wie es in Tübingen gestartet wurde, können sich die SPD-Länder vorstellen, um weitere Öffnungsschritte zu testen: In Tübingen dürfen Auswärtige nur mit negativem Corona-Test einkaufen gehen. *echo24 ist ein Angebot von Ippen.Media

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