Nachfolge von Fritz Kuhn

Stuttgart hat einen neuen Oberbürgermeister: CDU-Kandidat Frank Nopper siegt

Frank Nopper
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Der CDU-Politiker Frank Nopper ist zum neuen Oberbürgermeister von Stuttgart gewählt. Foto: Tom Weller/dpa
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Frank Nopper hat die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart gewonnen. Er entschied den zweiten Wahlgang für sich - mit deutlichem Abstand zu Marian Schreier und Hannes Rockenbauch.

Stuttgart - Die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart ist entschieden: CDU-Kandidat Frank Nopper hat gesiegt. Nopper konnte im zweiten Wahlgang 42,3 Prozent der Stimmen sammeln und ist damit neuer Oberbürgermeister von Stuttgart. Der CDU-Politiker folgt auf den bisherigen Amtsinhaber Fritz Kuhn von den Grünen.

Frank Nopper will den Ruf von Stuttgart verbessern, die Stadt sauberer und sicherer machen. „Wir müssen weg vom Image der Problemstadt, vom Image der Verbotsstadt, vom Image der Krawallstadt,“ hatte Nopper im Wahlkampf verkündet.

Zweitplatzierter wurde Marian Schreier (SPD), der im zweiten Wahlgang 36,9 Prozent der Stimmen erreichte. Der 30-Jährige war der jüngste Kandidat, der bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart antrat. Schreier hatte sich zuvor gegen Widerstand seiner eigenen Partei durchgesetzt.

Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart: Sieger Frank Nopper (CDU) galt als Favorit

Fritz Kuhn (65) trat bei der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart nicht mehr an. Acht Jahre war er OB der Landeshauptstadt und prägte die bisher von den Grünen dominierte Politik in Stuttgart entscheidend mit. Frank Nopper gewann bereits den ersten Wahlgang am 8. November 2020. Er erreichte jedoch nicht die in diesem Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit. Das kommt häufig vor, wenn der Amtsinhaber bei einer OB-Wahl nicht antritt.

Frank Nopper war bisher Oberbürgermeister von Backnang im Rems-Murr-Kreis. Der CDU-Politiker warb mit seiner langjährigen OB-Erfahrung und war Favorit der Wahl. Auf Platz drei landete Stuttgarts Stadtrat Hannes Rockenbauch vom Fraktionsbündnis SÖS/Linke mit 17,8 Prozent. Kurz vor der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart stand Rockenbauch wegen Hausfriedensbruch vor Gericht. Er soll zusammen mit anderen Politikern in eine leerstehende Wohnung eingedrungen sein, um gegen zu hohe Mieten in der Landeshauptstadt zu protestieren.

Die Kandidatin der Grünen, Veronika Kienzle, hatte ihre Kandidatur bereits vor dem zweiten Wahlgang am 29. November zurückgezogen. Das kam überraschend, denn Kienzle hatte im ersten Wahlgang den zweiten Platz geholt. Sie wollte den Weg frei machen, damit sich die politische Linke auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen konnte. Doch weder Marian Schreier, noch Hannes Rockenbauch waren bereit gewesen, auf ihre Kandidatur zu verzichten.

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