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Miniaturwelt Stuttgart eröffnet: Liebevoller Nachbau der Stadt auf 185 Quadratmetern

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Von: Sina Alonso Garcia

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Im ehemaligen Hindenburgbau, direkt gegenüber des Hauptbahnhofs, können Besucher ab Montag, 28. März, die „Miniaturwelten Stuttgart“ bestaunen. In dem detailgetreuen Nachbau der Schwabenmetropole finden sich zahlreiche bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten.

Stuttgart - Der Stuttgarter Hauptbahnhof, die Wilhelma, das Rosensteinmuseum und zahlreiche weitere bekannte Orte von Stuttgart im Mini-Format: Das gibt es ab Montag, 28. März, in den „Miniaturwelten Stuttgart“ im alten Hindenburgbau (Arnulf-Klett-Platz 1-3) zu sehen. 500 originalgetreue Gebäude, öffentliche Plätze, Bahnstrecken, Schrebergärten und Spazierwege der Schwabenmetropole erstrecken sich hier im Kleinformat auf einer Fläche von 185 Quadratmetern. Rund zehn Modellbaubegeisterte rund um den Herrenberger Unternehmer Rainer Braun haben die Ausstellung innerhalb von zwei Monaten aufgebaut.

„Ein Großteil der Miniaturwelt war in den vergangenen viereinhalb Jahren in der Ausstellung ‚Stellwerk S‘ in Herrenberg zu sehen“, erzählt Rainer Braun im Gespräch mit BW24. Er selbst hat die Anlage 2012 gekauft, nachdem der Erbauer Wolfgang Frey im Alter von 52 Jahren krankheitsbedingt verstorben war. 34 Jahre lang hat der Eisenbahner zu Lebzeiten seine Miniaturstadt in mühevoller Detailarbeit hochgezogen - und dabei nichts dem Zufall überlassen. Nun setzt Braun alles daran, Freys Lebenswerk zu erhalten.

Miniaturwelt Stuttgart: Jedes einzelne Auto im Modell ist handbemalt

„Frey hatte damals, als er an seiner Modellwelt baute, eigentlich gar nicht vor, sie auszustellen. Er hat das immer für sich gemacht, mehr als Hobby“, sagt Braun. Jedes einzelne Miniatur-Auto im Modell wurde von Frey handbemalt, jedes noch so kleine Detail bei den Szenen und Figuren stimmig und authentisch gestaltet. Auch die gesamte im Modell verbaute Elektrizität stammt ursprünglich von ihm.

Nachbildung des Stuttgarter Hauptbahnhofs in der Miniaturwelt.
Eine detailgetreue Nachbildung des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist ab dem 28. März in den „Miniaturwelten Stuttgart“ im ehemaligen Hindenburgbau zu sehen. © Sina Alonso Garcia/BW24

Konkret stellt das Modell die Stadt Stuttgart in den 1980er Jahren im Maßstab 1:160 dar. Insgesamt sind 3 Quadratkilometer aus der „echten Welt“ im Kleinen abgebildet. Über QR-Codes, die von Studenten der Hochschule der Medien erstellt wurden, erhalten Besucher Informationen zu den einzelnen Exponaten.

An der Miniaturwelt Stuttgart beteiligen sich verschiedene Institutionen und Vereine, wie beispielsweise das Märklin Museum, der Künstlerverein SOUP, der Modelleisenbahnclub Herrenberg, der Eisenbahnsammler Hagen von Ortloff, DM Toys Spur N, die Modellbahn Union sowie der N-Club. Das gesamte Projekt finanziert sich über Eintrittsgelder.

Miniaturwelten Stuttgart: „Sind in engem Kontakt mit Tourismusverbänden“

Rainer Braun (links) und Peter Csavajda
Begnadete Modellbauer: Anlagen-Inhaber Rainer Braun (links) und Peter Csavajda vom N-Club. © Sina Alonso Garcia/BW24

Für die kommende Zeit ist Braun guter Dinge: „Wir sind bereits im engen Kontakt mit Tourismusverbänden in Stuttgart. 55 Stadtführer waren bereits in der Miniaturwelt und binden sie ab sofort in ihre Touren ein. Auch die Stuttgarter Straßenbahnen haben einen Werbefilm für uns gedreht, der in den Bussen und Bahnen gezeigt wird.“

Öffnungszeiten und Preise

Die Miniaturwelt Stuttgart ist ab dem 28. März 2022 von Montag bis Freitag, 13 bis 20 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 10 bis 17 Uhr, geöffnet. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt regulär 9 Euro. Bedienstete der Deutschen Bahn, Modellbahnclubmitglieder und Gruppen ab zehn Personen zahlen pro Person 7 Euro. Kinder (ab 6 Jahre, bis 5 Jahre frei), Schüler, Studenten und Behinderte bezahlen fünf Euro. Weitere Infos unter www.miniaturweltenstuttgart.de.

Braun ist sehr zufrieden, dass er im alten Hindenburgbau einen neuen Standort für das Modellbauprojekt gefunden hat. „In Herrenberg hat uns der Standort sowie das Thema Corona, was die Besucherzahlen betrifft, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb setzten wir jetzt auf Stuttgart als zentralen, neuen Standort“, freut er sich.

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