Gespräche zwischen SPD, Grüne und FDP

Minister Hermann bedauert Aus für Tempo 130 bei Sondierungen

Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, nimmt an einer Regierungs-Pressekonferenz im Bürger- und Medienzentrum des Landtags von Baden-Württemberg teil.
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Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bedauert Aus für Tempo 130 bei Sondierungen.

Ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf den Autobahnen ist bei den Sonderungsgesprächen zwischen SPD, Grünen und FDP vom Tisch. Verkehrsminister Hermann bedauert die Entscheidung.

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann bedauert das Aus für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen bei den Sondierungen von SPD, Grünen und FDP im Bund. In dem Sondierungspapier stehe «sehr eindeutig - zu meinem Leidwesen - drin: kein Tempo 130 auf Autobahnen», sagte der Grünen-Politiker im Radioprogramm SWR Aktuell am Montag. «Das wird nicht nachträglich noch korrigiert werden, da glaube ich, ehrlich gesagt, nicht dran.» Ohne dieses Zugeständnis seien weitere Gespräche mit der FDP nicht möglich gewesen, so Hermann: «Das ist einer der Punkte, bei dem ich den Eindruck hatte, das war der «Einstiegspreis» der FDP.»

Der Minister hatte sich immer wieder für ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen starkgemacht. «Die Vision Zero eines Straßenverkehrs ohne Getötete und Schwerverletzte ist selbstverständlich ein sehr wichtiges Ziel für die Verkehrssicherheit», argumentierte er. Eine Umfrage im Auftrag von SWR und «Stuttgarter Zeitung» hatte jüngst ergeben, dass 60 Prozent der befragten erwachsenen Baden-Württemberger Tempo 130 als wichtigen Schritt für mehr Klima- und Umweltschutz erachten.

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