Erneute Kostensteigerung

„Stuttgart 21 der Bäderbetriebe“: Mineralbad-Renovierung wird immer teurer - 35 Millionen Euro

Ein Mann schwimmt in einem Pool.
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Die Renovierung des Mineralbades Berg in Stuttgart wird noch einmal deutlich teurer als gedacht. (Symbolbild)
  • vonEva Kaczmarczyk
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Die Renovierung des Mineralbades Berg in Stuttgart wird noch einmal deutlich teurer als gedacht. Insgesamt kostet die Maßnahme rund 35 Millionen Euro.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg* (BW24 berichtete) hat das Bundesland noch immer fest im Griff. Die Aussichten auf den Osterurlaub wurden von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bereits deutlich gedämpft und wegen des verlängerten Lockdowns bis zum 7. März* bangt auch die Gastronomie um ihre Existenz. Ein Ausbau oder gar eine Expansion ist für viele Betreiber derzeit nicht denkbar. Für das beliebte Mineralbad Berg in Stuttgart sieht die Lage anders aus. 

Das Bad wurde 1856 gegründet und die Verwaltung ging 2006 an die Stadt Stuttgart über. Seit vier Jahren wird das Bad aufwendig renoviert. 35 Millionen Euro lässt sich das die Stadt insgesamt. Nun wurde bekannt, dass die Neubauten der Sommergastronomie des Bades jedoch nochmals 1,76 Millionen Euro mehr verschlingen werden, als bisher geplant.

Mineralbad Berg in Stuttgart: Sommergastronomie doppelt so teuer wie geplant

Insgesamt soll allein die Sommergastronomie des Bades nun also 3,4 Millionen Euro kosten, wie unter anderem die Stuttgarter Zeitung berichtet. Damit liegen die Kosten 93 Prozent höher als ursprünglich veranschlagt.

Grund für die gestiegene Summe sind der Stadt zufolge höhere Kosten für Lüftung, Schadstoffentsorgung, Hangsicherung und den eigentlichen Bau. Der Stuttgarter Gemeinderat äußerte sich gegenüber der Presse kritisch. Nicole Porsch von der CDU verglich die Mineralbad-Planung mit dem ebenfalls sehr kostenintensiven Verkehrs- und Städtebauprojekt rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof und bezeichnete das Mineralbad als „das Stuttgart 21 der Bäderbetriebe“. Christoph Ozasek (Linksbündnis) hatte den Vorschlag eines Foodtrucks gemacht, der nach der Sommersaison anderweitig verwendet werden könne und keine Neukosten verursacht hätte.

Nicht nur das Mineralbad: Auch andere Bauprojekte in Stuttgart ufern aus

Bauprojekte in Stuttgart machten bereits in der Vergangenheit Schlagzeilen. Gerade in Sachen Kosten sticht das Projekt Stuttgart 21 heraus*, welches voraussichtlich erst Ende 2024 fertiggestellt werden wird. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Schätzungen auf bis zu zehn Milliarden Euro, was mehrfach Proteste innerhalb der Stuttgarter Bevölkerung nach sich zog*.

Dass Wellness für Körper und Seele auch unkomplizierter und kostengünstiger zu haben ist, zeigt ein historischer Wagen auf dem Campingplatz „Möslepark“ in Freiburg*, der zur Sauna umgebaut wurde. Hier können Saunabegeisterte online die Wellenessoase buchen und gemäß der Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen Corona sicher saunieren*. In ihm ist Platz für bis zu vier Personen. *BW24ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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