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Miese Stimmung bei Schulleitern - zu viel Arbeit, zu wenig Zeit

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Leeres Klassenzimmer
Laut einer Umfrage klagen deutlich mehr Schulleitungen in Baden-Württemberg über unbesetzte Stellen als in den vergangenen Jahren.  © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Vor einem Jahr zogen die Schulleiter eine bittere Bilanz. Die Fülle ihrer Aufgaben wächst, doch die Zeit, sie zu erfüllen, nimmt nicht entsprechend zu, bemängelten sie. Das führte zu Frust. Nun liegt eine neue Umfrage vor - und die könnte die Sorgen verstärken.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Belastung aus den Corona-Zeiten ist zwar gesunken. Dennoch klagen nach einer Umfrage deutlich mehr Schulleitungen in Baden-Württemberg über unbesetzte Stellen als in den vergangenen Jahren. Zahlreiche weitere monieren den Angaben zufolge einen Berg von Arbeit oder enormen Zeitmangel. Auch der Druck durch die Eingliederung von Kindern mit einer Behinderung (Inklusion) und die Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen gehören zu täglichen Problemen in den Schulen, wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) zeigt.

«Die Schulleitungen sind zu Krisenmanagern gereift, sie kümmern sich um alles von der Pandemie über die Aufnahme geflüchteter Schülerinnen und Schüler bis zum Lehrkräftemangel», sagte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand. Sie versuchten unter erschwerten Randbedingungen, den Laden irgendwie am Laufen zu halten. «Dass dies an den Schulleiterinnen und Schuleitern nicht spurlos vorbeigeht, zeigt unsere Studie zur Berufszufriedenheit sehr deutlich.»

Die genauen Zahlen und Entwicklungen will der Verband am Freitag (11.00 Uhr) vorlegen. Enthalten sind in der Umfrage auch Einschätzungen der Rektorinnen und Rektoren zur Gewalt gegen Lehrkräfte.

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