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Brandgefahr bei 800.000 Autos von Mercedes-Benz: Diese Modelle sind betroffen

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Von: Valentin Betz

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Der Mercedes-Benz GLS fährt auf einer Straße durch die Landschaft.
Mercedes-Benz muss weltweit wohl über 800.000 Fahrzeuge wegen Brandgefahr zurückrufen. Davon betroffen sind nur Dieselmotoren, beispielsweise der Baureihe GLS. © Daimler AG

Mercedes-Benz hat einen weltweiten Rückruf diverser Modelle gestartet. Durch einen Fehler an deren Dieselmotor besteht erhöhte Brandgefahr.

Stuttgart - Fahrzeuge von Mercedes-Benz sind eigentlich für ihre hochwertige Verarbeitung bekannt. Letzten Endes arbeiten bei dem Fahrzeughersteller aus Stuttgart aber auch nur Menschen - und so passieren immer wieder Fehler. Problematisch wird es dann, wenn Mängel zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko werden. Teilweise passiert das sogar nicht trotz, sondern wegen des Fortschritts in der Technologie der Fahrzeuge.

Beispielsweise musste Daimler 340.000 Autos in den USA wegen erhöhter Unfallrisiken zurückrufen. Grund dafür war ein Softwareproblem der Fahrzeuge. Aktuell ist Mercedes-Benz wieder von einem Rückruf betroffen. Tatsächlich muss der deutsche Fahrzeughersteller nicht nur lokal, sondern weltweit über 800.000 Fahrzeuge reparieren. Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) gibt es bei Dieselmotoren von Mercedes-Benz einen Defekt, der für erhöhte Brandgefahr sorgt.

Rückruf von Mercedes-Benz: Schon in der Vergangenheit herrschte bei Fahrzeugen Brandgefahr

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Mercedes-Benz mit der Entzündbarkeit von Bauteilen in seinen Fahrzeugen auseinandersetzen muss. Der Konzern hatte erst vergangenes Jahr Schwierigkeiten mit einem Modell. Bei zahlreichen E-Autos von Daimler bestand wegen eines Defekts Brandgefahr. Aktuell ist allerdings nicht die E-Mobilität schuld an dem großen Rückruf.

Vielmehr könne es laut dpa bei Dieselmotoren von Mercedes-Benz zu einer Undichtigkeit kommen. Dadurch sei in Einzelfällen eine erhöhte Temperatur an Bauteilen nicht vollständig ausgeschlossen, wenn Kühlmittelflüssigkeit in die Abgasrückführung gelange. Der Konzern rief deshalb bereits im November Modelle der Baureihen GLE/GLS, C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse, E-Klasse, GLC, CLS und G-Klasse zurück.

Brandgefahr bei Mercedes-Benz: Reparaturen der defekten Modelle verzögert sich

Wie die dpa berichtet, hat Mercedes-Benz die genaue Zahl der betroffenen Fahrzeuge nicht kommentiert. Das Handelsblatt schreibt hingegen, dass laut Kraftfahrtbundesamt allein in Deutschland 240.000 Fahrzeuge vom Rückruf betroffen seien. Für die Besitzer der betroffenen Modelle ist der Defekt gleich in mehrfacher Hinsicht ärgerlich.

Einerseits sollte laut Mercedes-Benz das betroffene Auto bis zur Reparatur „besonders umsichtig gefahren werden und die Nutzung auf das erforderliche Minimum beschränkt werden“. Andererseits wird sich ebendiese Reparatur wohl noch hinziehen, die dpa spricht von Mitte/Ende Januar. „Die Maßnahme kann aktuell noch nicht gestartet werden, da die benötigten Teile noch nicht vorliegen“, hieß es laut Handelsblatt in einem Kundenanschreiben von Mercedes-Benz.

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