Innerhalb von 30 Tagen

Unbelehrbarer Mercedes-Fahrer 85 Mal geblitzt: 100 Punkte und sattes Bußgeld

Ein Modell von Mercedes-Benz neben einer Blitzeranlage in der Kölner Innenstadt.
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Ein Mercedes-Fahrer wurde innerhalb von 30 Tagen 85 Mal geblitzt. Ihm blüht eine saftige Strafe (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Mit zu hoher Geschwindigkeit geblitzt werden, kann schnell ein Loch im Geldbeutel reißen. Ein Mercedes-Fahrer schaffte das 85 Mal innerhalb nur eines Monats.

Stuttgart/München - Die Marke Mercedes-Benz gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Automarken der Welt. Modelle mit dem Stern sind deshalb auch in ganz Deutschland in großer Zahl auf den Straßen zu finden. Die Daimler AG setzt bei Mercedes seit einiger Zeit wieder verstärkt auf Luxus und Leistung, was bereits deutlich kritisiert wurde. Insgesamt wird Mercedes-Fahrern immer wieder eine rücksichtslose Fahrweise angedichtet, weil diese sich offenbar den anderen Autofahrern überlegen fühlen. Eine Studie aus Finnland ergab sogar, dass Männer mit psychischen Problemen besonders oft Mercedes und BMW fahren.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 29.11.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Ein Mercedes-Fahrer aus München machte dem schlechten Ruf innerhalb kürzester Zeit alle Ehre. Wie die Münchener Polizei in einer Mitteilung schreibt, wurde der 26-Jährige im Zeitraum zwischen Mitte Oktober und dem 21. November unglaubliche 85 Mal aufgrund deutlich zu hoher Geschwindigkeit geblitzt. Das brachte dem unbelehrbaren Fahrer demnach auch 85 Bilder von sich in seinem Daimler ein. Das war es allerdings wohl kaum wert, denn der 26-Jährige muss nun mit saftigen Strafen rechnen.

Mercedes-Benz: Beweisbilder zeigen bei 85 Geschwindigkeitsüberschreitungen gleichen Fahrer

In Deutschland gibt es nach wie vor Autobahnstreckenabschnitte, auf denen keine Obergrenze der Geschwindigkeiten gelten. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn ein allgemeines Tempolimit von 130 km/h ist im Gespräch. Die Bürger wollen das Tempolimit, doch die Politik hinkt noch hinterher, kommentierte unser Autor. Auf den Strecken, wo bereits ein Tempolimit gilt, kann auch ein einmaliges Vergehen stark ins Geld gehen. Eine Mercedes-Fahrerin kassierte 1.370 Euro Bußgeld, weil sie auf der Autobahn zu schnell war.

Der 26-jährige Münchener wurde laut der Polizei seit Mitte Oktober 85 Mal in einer 60-Zone geblitzt und fuhr nahezu jedes Mal mit einer Geschwindigkeit von deutlich über 100 km/h. Auf den von dem Blitzer geschossenen Bildern war nicht nur das Mercedes-Modell inklusive Nummernschild zu erkennen, sondern auch der Fahrer. „Auf den Beweisbildern war nach den aktuellen Ermittlungen immer derselbe Fahrer erkennbar“, schreibt die Polizei München. Ins Netz ging den Beamten der unbelehrbare Raser jedoch erst am 21. November bei einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle.

Mercedes-Fahrer geht Polizei nach 85 Verstößen ins Netz - Bußgeld von mindestens 14.000 Euro

Dort konnte die Polizei den 26-jährigen Mercedes-Fahrer anhalten und kontrollieren. Dabei ergab sich laut der Mitteilung, dass der Fahrer als „Verantwortlicher sämtlicher zuvor genannter Verkehrsverstöße identifiziert werden“ konnte. Die Ermittlungen der Verkehrspolizei dauern derzeit noch an, doch schon jetzt ist eine saftige Strafe für den Mercedes-Raser unumgänglich. Bislang gibt die Münchener Polizei als Strafmaß ein Bußgeld in Höhe von mindestens 14.000 Euro an, sowie 100 Punkte in Flensburg.

Das Punktesystem in Flensburg wurde bereits im Jahr 1958 vom Kraftfahrtbundesamt eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Art „verkehrserzieherische Maßnahme“, die bei einem Verstoß gegen die Verkehrsregeln neben dem Bußgeld verhängt werden kann, heißt es im Bußgeldkatalog. Je nach Schwere des Vergehens erhalten die Verkehrssünder zwischen einem und drei Punkte. Wenn der Punktestand den Wert 8 überschreitet, droht die Abnahme des Führerscheins. Mit 100 Punkten auf dem Konto dürfte der Mercedes-Fahrer seine Fahrerlaubnis so bald nicht mehr zu Gesicht bekommen. Laut dem Bußgeldkatalog dauert es 2,5 Jahre, bis ein einzelner Punkt in Flensburg verjährt ist.

Einer Studie zufolge sind Porsche-Fahrer die größten Verkehrssünder, Fahrer von Modellen der Daimler AG beziehungsweise Mercedes-Benz landeten in dieser Auflistung des Portals Check24 nach Tesla auf dem elften Platz.

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