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Mercedes-Benz verkauft so viele E-Autos wie nie zuvor

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Von: Valentin Betz

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Der Mercedes-AMG EQS bei einer Testfahrt in Kalifornien.
Mercedes-Benz konnte mit seinen E-Autos und der Marke AMG Absatzrekorde erzielen. Der Mercedes-AMG EQS dürfte deshalb vom Vorstand wohl mit Sehnsucht erwartet werden. © Mercedes-Benz AG - Global Communications

Hinter der Mercedes-Benz AG liegt ein weiteres Corona-Jahr. Das macht sich am Absatz des Fahrzeugherstellers bemerkbar - doch es gibt auch Lichtblicke.

Stuttgart - Die Mercedes-Benz AG rüstet sich mit immer neuen vollelektrischen Modellen für die Zukunft. In den kommenden Jahren will der Konzern aus Stuttgart gut aufgestellt sein, die Gegenwart stellt sich für den Fahrzeughersteller hingegen knallhart dar. Hinter Mercedes-Benz liegt ein weiteres Jahr, in dem das Coronavirus in Baden-Württemberg für einen Ausnahmezustand sorgte.

Unlängst hat der Konzern seine Absatzzahlen aus 2021 veröffentlicht, die deutlich den Kampf mit der Pandemie und der Chipkrise widerspiegeln. Zumindest für die Angestellten endete das vergangene Jahr versöhnlich. Die Mitarbeiter von Daimler und Mercedes-Benz bekamen den höchsten Bonus aller Zeiten. Im Detail offenbaren die Absatzzahlen des Fahrzeugherstellers aber auch positive Trends.

Absatz von Mercedes-Benz sinkt: Besonders letztes Quartal 2021 macht sich negativ bemerkbar

Die absolute Zahl verkaufter Pkw von Mercedes-Benz liest sich zunächst beachtlich. Immerhin konnte der Konzern aus Stuttgart 2.093.476 Fahrzeuge absetzen. Für das Jahr 2021 bedeutet das dennoch ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders das letzte Quartal lief für Mercedes-Benz katastrophal, der Absatz ging um 24,7 Prozent zurück. In der Pressemitteilung von Mercedes-Benz wird das unter anderem mit Chipkrise begründet, die der gesamten Autobranche Probleme bereitete.

Insgesamt musste der Fahrzeughersteller Absatzrückgänge überall auf der Welt verkraften, lediglich Nordamerika verzeichnete ein kleines Plus von 0,3 Prozent. Auch der sonst so starke asiatische Markt schwächelte - in China hatte Daimler Anfang des Jahres noch 4,4 Milliarden Euro Gewinn in drei Monaten gemacht. Insgesamt ging der Absatz auch in China um zwei Prozent zurück. In Deutschland sackten die Verkäufe sogar um 25,5 Prozent ab. Ein Bereich der Mercedes-Benz AG entwickelte sich aber trotz des Corona-Jahres stark.

Mercedes-Benz beklagt Absatzrückgang, stellt aber beim Verkauf von E-Autos einen Rekord auf

Denn die neue E-Auto-Strategie von Daimler scheint bislang voll aufzugehen. Mit 227.458 abgesetzten elektrischen Fahrzeugen erzielte Mercedes-Benz seinen bisherigen Rekordwert. Die Summe entspricht einem enormen Plus von 69,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 48.936 davon sind reine E-Autos der Marke Mercedes-EQ, zu der auch der „Tesla-Killer“ Mercedes EQS gehört. Seit August 2021 seien 16.370 Bestellungen für die Luxuslimousine bei Mercedes-Benz eingegangen, die Markteinführung in den USA und China im Dezember dürfte die Zahl noch erhöhen.

Dabei lief auch bei den Verbrennern von Mercedes-Benz längst nicht alles schlecht. Sowohl die Marke Mercedes-AMG mit 16,7 Prozent Wachstum und Mercedes-Maybach mit 50,7 Prozent verzeichneten neue Rekordwerte. Ähnlich sieht die Situation bei der G-Klasse aus, die mit 41.175 verkauften Modellen ein neues Allzeithoch erreichte. Britta Seeger, Vorständin der Mercedes-Benz AG, zeigte sich aber vor allem über die Beliebtheit der E-Autos erfreut. „Diese starke globale Nachfrage nach all unseren Marken gibt Mercedes-Benz Rückenwind auf dem Weg in ein neues, elektrisches Zeitalter“, erklärte sie.

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