„Solidarität kennt keine Herkunft“

„Mensch ist Mensch“ – Verbände haben eine klare Forderung an die Politik

Helfer geben Spenden an Geflüchtete aus der Ukraine aus.
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Mehrere Verbände der Flüchtlingshilfe in Baden-Württemberg (Symbolbild) wenden sich mit einem wichtigen Appell an die Politik.

Mehrere Verbände in Baden-Württemberg fordern in einer Mitteilung Solidarität und gleiche Rechte für alle von Krieg und Verfolgung bedrohten Menschen.

Stuttgart (dpa/lsw) – Verschiedene Verbände der Flüchtlingshilfe im Land wenden sich gegen eine unterschiedliche Behandlung von Flüchtlingen. «Mensch ist Mensch – Solidarität kennt keine Herkunft», hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag in Stuttgart. Es dürfe keine Benachteiligung von Drittstaatlern und Minderheiten aus der Ukraine sowie von Flüchtlingen an anderen EU-Außengrenzen geben.

«Wer jetzt aus der Ukraine flieht, muss Zuflucht bei uns finden», so der Paritätische Baden-Württemberg, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen (LAKA) und die Seebrücke Baden-Württemberg. Den Verbänden zufolge häuften sich Berichte, dass Flüchtlinge aus Drittstaaten, die sich aus der Ukraine retten wollten, völkerrechtswidrigen «Pushbacks» ausgesetzt seien.

EU, Bundesregierung und Landesregierung dürften nicht unterschiedliche Maßstäbe ansetzen, «abhängig davon, woher Menschen kommen, wie alt diese sind, welche Religion und Hautfarbe oder welche sexuelle Orientierung sie haben», so die Verbände. Sie forderten Solidarität und gleiche Rechte für alle von Krieg und Verfolgung bedrohten Menschen. Zugleich wandten sie sich gegen eine Ausgrenzung von Russen und Russischstämmigen hierzulande.

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