1. bw24
  2. Stuttgart

Ende der Maskenpflicht sorgt in Stuttgart für keine Jubelstürme

Erstellt:

Von: Nadja Pohr

Kommentare

Ein Mann steht mit einer FFP2-Maske in der Hand in einer Fußgängerzone.
Obwohl die Maskenpflicht nach dem 2. April in einigen Bereichen wegfällt, wollen Stuttgarter sie aus Sicherheit weiterhin tragen (Symbolbild). © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach dem 2. April ist das Tragen einer Maske in Baden-Württemberg in einigen Bereichen nicht mehr Pflicht. BW24 hat Stuttgarter befragt, wie sie dazu stehen.

Stuttgart - Seit zwei Jahren bestimmt das Coronavirus in Baden-Württemberg viele Regelungen und Maßnahmen für die Bevölkerung. In der vergangenen Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Region zudem noch bei 1951,6 - mittlerweile ist die Inzidenz aber wieder deutlich gesunken*. Die Zahl bleibt dennoch hoch und nun sollen nach dem 2. April auch fast alle Corona-Maßnahmen enden.

Die Politik in Baden-Württemberg* forderte bis zuletzt, die Corona-Regeln nochmals zu verlängern. Nun ist es jedoch amtlich, dass nach Samstag (2. April 2022) Zugangsbeschränkungen wegfallen werden und die Maskenpflicht nur noch in Teilen des öffentlichen Lebens weiterhin gilt - unter anderem im öffentlichen Nahverkehr oder in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Menschen, wie Pflegeheime oder Kliniken. Wichtige Änderungen gibt es auch bei Kaufland, Lidl und Co. (BW24* berichtete).

Stuttgart: Viele wollen Maske trotz Lockerungen weiterhin tragen

In Stuttgart wollen die Bürger beim Thema Maske auf Nummer sicher gehen. BW24 hat sich auf der Straße umgehört und gefragt, wie die Passanten mit den neuen Lockerungen umgehen. „Ich würde die Maske auf jeden Fall weiterhin in Geschäften tragen“, sagt eine Stuttgarterin. Für sie seien die Inzidenzzahlen Grund genug. Auch andere Befragte wollen die Mund-Nasen-Bedeckung erst einmal weiterhin tragen, bis die Zahlen weiter sinken. „Bei größeren Menschenmengen werde ich die Maske tragen. Da ist mir das Risiko noch zu groß“, so eine Passantin.

Andere begrüßen das Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen aber auch. Dass es im Nahverkehr weiterhin Pflicht ist, wäre ausreichend und nachvollziehbar, sagt ein Befragter. „Ich bin froh, wenn ich sie los bin“, schreiben viele Bürger hingegen auf Facebook. „Freiwillig würde ich keine Maske mehr tragen“, sagt ein Nutzer. Einige User kommentieren allerdings auch, dass bei diesem Thema jeder für sich selbst entscheiden solle. „Ich lasse es weg, aber man sollte auch die Meinung anderer respektieren“, findet ein Nutzer.

Baden-Württemberg will Hotspot-Regelung nicht anwenden

Auf Freiwilligkeit setzt auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann* (Grüne), nachdem die Forderung der Landesregierung, die Maßnahmen nochmals zu verlängern, von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) abgewiesen wurde. Baden-Württemberg muss demnach zukünftig die Hotspot-Regelungen in Anspruch nehmen, die der Bund auf den Weg gebracht hat. Dadurch wären Maskenpflicht und Zutrittsregeln wieder gegeben, aber nur, wenn regional eine besonders kritische Corona-Lage festgestellt werden würde.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg zieht diese Option allerdings nicht in Betracht. Die Hotspot-Regelung würde nicht weiter helfen. „Sie ist das Feigenblatt, mit dem die Ampelregierung in Berlin ihr politisches Durcheinander kaschieren möchte - für uns in Baden-Württemberg ist sie schon allein wegen der vielen rechtlichen Ungenauigkeiten nicht anwendbar“, sagt CDU-Fraktionschef Manuel Hagel. Das Land wolle aber auch ohne verlängerte Corona-Maßnahmen weiterhin einen „Kurs der Vorsicht und der Umsicht“ fahren. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare