„Glen Buchenbach“

Markenstreit um Whisky: Schwäbischer Destille droht Niederlage

Eine Flasche des Whiskys "Glen Buchenbach".
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Die Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen steht wegen eines Markenstreits vor Gericht. Der Name ihres Whiskys „Glen Buchenbach“ ist das Problem.

In Berglen bei Stuttgart wird Whisky gebrannt. Weil die Marke jedoch einen schottischen Begriff nutzt, hat sie juristische Schwierigkeiten am Hals.

Hamburg (dpa) - Im juristischen Streit um die Whisky-Marke «Glen Buchenbach» zeichnet sich eine erneute Niederlage für die Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen bei Stuttgart ab. Das Hanseatische Oberlandesgericht sehe einen Unterlassungsanspruch der Klägerseite, des Verbandes der schottischen Whisky-Produzenten (SWA), teilte ein Gerichtssprecher nach der mündlichen Berufungsverhandlung am Mittwoch in Hamburg mit (Az. 5 U 43/19).

Das Wort «Glen» in der Produktbezeichnung für einen Whisky dürfte nach Ansicht des Gerichts eine unzulässige Anspielung auf die geografische Angabe «Scotch Whisky» sein, die nach der EU-Spirituosen-Verordnung besonders geschützt sei. Der Senat des Oberlandesgerichts will seine Entscheidung am 20. Januar 2022 verkünden.

Das Landgericht Hamburg hatte bereits am 7. Februar 2019 nach einer Klage des schottischen Verbandes geurteilt, dass der Namensbestandteil «Glen» (Gälisch für Schlucht, kleines Tal) so stark an Schottland und schottischen Whisky erinnere, dass der Verbraucher in die Irre geführt und schützenswerte Interessen der schottischen Erzeuger verletzt würden (Az. C-44/17). Der schwäbische Familienbetrieb erklärte, er überlege nun das weitere Vorgehen. Eine Möglichkeit sei, die Berufung zurückzuziehen, um sich mit der SWA außergerichtlich zu einigen.

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