Neues Gastro-Dreieck

Vater und Sohn eröffnen völlig neuartiges Restaurant in Stuttgart: „Es gibt ein Morgen nach Corona“

Ein Mann geht in der Stuttgarter Innenstadt im Dorotheen Quartier Richtung Markthalle.
+
Ein Mann geht in der Innenstadt im Dorotheen Quartier Richtung Markthalle. Gleich um die Ecke entsteht im Neubau, wo früher die Rathausgarage lag, das „Malo“.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
    schließen

Trotz der Pandemie wagen der frühere Marquardts-Chef Matthias Grohe und sein Sohn einen mutigen Schritt: Sie wollen noch dieses Jahr ein Lokal in Stuttgart eröffnen.

Stuttgart - Das Coronavirus hat fatale Folgen für die Wirtschaft (BW24* berichtete). Laut einer Umfrage fürchten viele Bürger um die Verödung ihrer Innenstädte*. Und das nicht umsonst: Viele Gastronomen mussten bereits Insolvenz anmelden, da die Corona-Hilfen in der Krise nicht reichen.

Auch in Stuttgart haben zahllose beliebte Lokale den Lockdown nicht überlebt*. Umso mutiger ist deshalb der Entschluss von Matthias Grohe und seinem 22-jährigen Sohn Lorenz Grohe: Trotz der Pandemie planen sie, schon bald ein Lokal mit viel Grün nur wenige Schritte entfernt vom Stuttgarter Rathaus zu eröffnen.

Auf 600 Quadratmetern soll ein grünes Restaurant in den Arkaden entstehen. Es soll Malo heißen, was für eine Insel im Pazifik steht, aber auch die Abkürzung der Namen Matthias und Lorenz ist. Nachhaltigkeit werde im Malo großgeschrieben, sagte Matthias Grohe der Stuttgarter Zeitung. Echte Pflanzen und Mooswände sollen für „Dschungel-Feeling“ sorgen. Wenn mit den Vorbereitungen alles klappt, will der frühere Marquardts-Besitzer im Juni oder Juli eröffnen.

Trotz Corona-Pandemie: Neues Restaurant kommt nach Stuttgart - große Pläne

Derzeit steht der Neubau nahe des Marktplatzes in Stuttgart, wo sich früher die Rathausgarage befand, noch leer. Ein Architekt arbeitet nun an der Umsetzung des Malos. Matthias Grohe wurde häufig mit Bedenken konfrontiert. Wie kann er mitten in der Krise, in der so viele Gastronomen am Abgrund stehen, daran denken, ein Lokal zu eröffnen? „Gut, ich gebe zu, ich habe Bauchschmerzen“, sagte er der StZ. Jedoch bleibt er zuversichtlich: „Es gibt einen Morgen nach Corona.“

Die Speisen im Malo sollen regional sein und den Stuttgartern nicht nur als Restaurant, sondern auch als Café dienen. „Wir werden kein Schicki-Micki-Treff“, so Grohe. Alle Generationen sollen sich hier gleichermaßen wohlfühlen. Auch die beiden Töchter sowie die Frau von Matthias Grohe wollen im Lokal in Stuttgart mitarbeiten.

Stuttgart: Gastro-Dreieck soll am Marktplatz entstehen

Vom Club Marquardts hat sich Matthias Grohe bereits Anfang 2020, noch vor dem Ausbruch der Pandemie, verabschiedet. 15 Jahre lang hatte er die Diskothek an der Ecke Königstraße/Bolzstraße betrieben. Nun ist er bereit für etwas Neues. Nebenbei betreibt Grohe mit seinem Bruder das Turmbräu in Freudenstadt.

Neben dem Malo sind rund um den Stuttgarter Marktplatz noch mehr Gastro-Projekte geplant. Die Brauerei Dinkelacker-Schwabenbräu wird den umgebauten Ratskeller mit Außengastro betreiben. Und auch die Gastrokette Cotidiano, die in der ehemaligen Landesbankfiliale von Breuninger eröffnet hat, will nach draußen. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare