Folgen der Wahlniederlage

Desaströse Wahlniederlage: CDU-Kandidatin Eisenmann zieht persönliche Konsequenzen

Susanne Eisenmann, Spitzenkandidatin der CDU, sitzt nach den ersten Hochrechnungen zum Ergebnis der Landtagswahlen in Baden-Württemberg im Plenarsaal.
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Nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zieht sich Susanne Eisenmann vollständig aus der Politik zurück.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erfuhr die CDU ein historisches Debakel. CDU-Spitzenkandidatin und Kultusministerin Susanne Eisenmann traf nun eine drastische Entscheidung.

Stuttgart - Schon vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 14. März hatte die mit den Grünen mitregierende CDU einen schwierigen Stand. Die CDU-Wähler blamierten sogar ihre eigene Partei (BW24* berichtete) und die Bürger im Südwesten hatten bereits im Vorfeld einen klaren Favoriten*. Dieser Favorit wurde am 14. März auch deutlich bestätigt. Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann* haben die Wahl mehr als deutlich für sich entschieden und die CDU erfuhr ein regelrechtes Wahl-Debakel. Winfried Kretschmann bleibt damit Baden-Württembergs Regierungschef und die Verhandlungen für die Koalition* sind bereits in vollem Gange.

Aufgrund ihrer Schulpolitik während der Krise durch das Coronavirus in Baden-Württemberg* geriet Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann mehrfach in Kritik. Nur wenige Tage vor der Wahl wies Kretschmann Eisenmann im Streit um die Schulöffnungen zurecht*. Nach der historischen Wahlniederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg kündigte Eisenmann an, die Verantwortung übernehmen zu wollen. Nun traf die amtierende Kultusministerin eine drastische Entscheidung bezüglich ihrer politischen Zukunft, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet.

Nach Landtagswahl in Baden-Württemberg: Eisenmann zieht sich vollständig aus Politik zurück

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg luden die siegreichen Grünen die Parteien CDU, SPD und FDP zu Sondierungsgesprächen in Bezug auf neue Koalitionsbildungen ein. Das Gespräch mit dem bisherigen Koalitionspartner CDU findet am heutigen Mittwoch, dem 17. März, statt, die Gespräche mit SPD und FDP sind für den Freitag angesetzt. Susanne Eisenmann werde jedoch bei einer möglichen Weiterführung der Koalition Grün-Schwarz nicht zur Verfügung stehen, sagte ein Sprecher gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Bereits am Wahlabend hatte die Kultusministerin angekündigt, kein Parteiamt mehr anzustreben. Bislang war ihre politische Zukunft jedoch noch offen.

Nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg steht nun also fest, dass Susanne Eisenmann sich vollständig aus der Politik zurückziehen wird. Ihr Amt als Kultusministerin werde sie jedoch noch bis zur Vereidigung einer neuen Landesregierung fortsetzen, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Das sei nicht zuletzt aufgrund der Lage durch das Coronavirus in Baden-Württemberg notwendig.

Eisenmann hatte vor ihrer politischen Karriere an der Universität Stuttgart* Germanistik, Linguistik und Politikwissenschaften studiert. Im Jahr 2005 wurde sie zur Bürgermeisterin für Kultus, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart* ernannt und ist seit Mai 2016 Kultusministerin im Kabinett Kretschmann II. In welche Richtung sie sich nun orientiere, sei völlig offen, sagte der Sprecher. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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